Sieben Wochen mehr

Ich will dieses Jahr eigentlich wieder bei der Aktion „Sieben Wochen ohne“ mitmachen. Aber mit „Riskier was, Mensch“ haben sie erneut ein Motto gewählt, dass, gelinde gesagt, nicht meins ist. Ja, ich bin im Grunde ein Mensch, der Sicherheit braucht – also grundsätzliche, der Autor kann ein Lied davon singen, wenn ich regelmäßig in den Hypothkenmonaten anfange zu jammern, dass wir alle unter einer Brücke enden werden. Wenn es aber um die kleinen Risiken im Leben geht – noch mehr davon einzugehen wäre weder für die Kinder noch für mich gesund.

Das Motto dann also eher nicht. Aber es geht ja darum, etwas zu tun, was man sonst nicht macht. Etwas zu tun, was einem durchaus schwer fällt. Worüber man jeden Tag nachdenken muß. Und deswegen habe ich beschlossen, ich mache mein „Sieben Wochen mehr“.

Mit mehr Zeit für mich. Das beinhaltet mehr Sport, mehr Entspannung, mehr Bewußtsein für mich oder kurz: Mehr ich. Was jetzt nicht bedeutet, dass ich mich von vorne bis hinten bedienen lassen werde – wobei, wenn meine Familie das tun würde, würde ich mich jetzt nicht mit Händen und Füßen sträuben. Aber ich bin gerade in einer Situation, in der der emotionale Stress ein normales Maß erreicht hat, der berufliche aber gerade höher ist als in den letzten 10 Jahren. Das ist nichts, was sich nicht mit einem guten Zeitmanagement in den Griff kriegen ließe.

Und dafür habe ich mir die Zeit bis Ostern ausgesucht. Denn nur wenn es mir gut geht, körperlich und seelisch, geht es auch meiner Familie gut. Aber da man ja immer eher an sich selbst knapst als an allem anderen, merkt man es oft viel zu spät, selbst wenn man drauf aufmerksam gemacht wird. Meist geht einem erst ein Licht auf, wenn die Kinder am Rad drehen und das brauche ich nicht.

Also wird jetzt sieben Wochen lang eine Stunde am Tag nur mir gehören, die ich ganz bewußt für mich verbringen werde. Ob nun mit Sport, mit bewußtem Lesen oder das zu kochen, was ich immer schon wollte aber ausser mir hier keiner ißt – es ist meine Stunde. In der wird nicht gearbeitet, nicht aufgeräumt, geputzt oder sie einfach nur so verdaddelt. Damit ich diese Stunde aber habe, muß ich sie mir freischaufeln. Und das wiederum beinhaltet zu schauen, wieviel Zeit ich für unnützes Zeug verplempere – wie gesagt, ein gutes Zeitmanagement wird von Nöten sein. Und ja, ich werde zumindest ab und an auch mal „Nein“ zu Autor und der Brut sagen müssen. Und nicht gleich hier schreien, wenn irgendeine freiwillige, ehrenamtliche Tätigkeit vergeben wird.

Ob ich das schaffe? Mal schauen, wir werden sehen.  Aber so lange ist es ja nicht bis Ostern. Das klappt schon. Irgendwie.

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Published in: on 12. Februar 2013 at 20:29  Comments (3)  
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3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ein tolles Vorhaben! Stelle es mir nur ganz schön schwer vor es so im Familienalltag durchzuhalten. Wünsche es dir aber, das es gelingt!

  2. das finde ich eine coole Interpretation des Themas! ich wünsche dir, dass du es durchziehen kannst und es den gewünschten Effekt haben wird!

    LG
    sjoe

  3. […] bin ja noch eine kurze Rückmeldung schuldig, was mein 7 Wochen mehr […]


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