Zitat des Tages

Kind Nummer Zwei hat passend zu Karfreitag leicht morbide Züge angenommen. Wir besprachen gestern, dass wir zum Friedhof wollten, da fragt das Kind, beim Abendessen, wann sonst,

„Mama, ist Uroma noch Futter für die Würmer oder schon zu Kohle geworden?“

Ich habe keine Ahnung, wo er das mit der Kohle her hat, aber Würmer scheinen für kleine Jungs in dem Alter mehr als faszinierend zu sein

Noch jemand Spaghetti?

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Published in: on 28. März 2013 at 14:33  Comments (1)  

So geht Frühling

Fruehling

Nur, damit man das nicht vergißt.

Published in: on 24. März 2013 at 10:01  Comments (1)  

Der Nudelsalat

Und wieder ein Novum. Ich habe hier noch nie Rezepte gepostet – man muss ja nicht jedes Klischee erfüllen. Aber nachdem ich so oft und so nett gebeten wurde. Also:

250gr Nudeln (was gerade da ist),
250gr Kirschtomaten, halbiert
50-70 gr Pinienkerne, zerstoßene Cashews gehen auch
2 Handvoll Ruccolasalat (wenn nicht zur Hand, funktioniert auch Pflücksalat)

Die Nudeln in Salzwasser kochen und abkühlen lassen, die Kerne kurz anrösten und alles, bis auf den Ruccolasalat, in eine Schüssel geben.

Die Marinade besteht aus:

2-3 Eßl Öl (gerne gemischt, Sonnenblumenöl mit Sesamöl zum Beispiel)
1-2 Eßl Essig (einen nicht zu intensiven)
1 Tel Senf, mittelscharf
Salz
1-2 Eßl Honig

Alles in ein altes Marmeladenglas geben, schütteln und über den Salat geben.

Den Ruccola erst kurz vor dem Servieren unter den Salat mischen. Fertig

Man kann den Salat auch sehr gut mit griechischen Reisnudeln machen. Oder mit Nudeln, die gerade übrig geblieben sind.

So, das war mein Ausflug in das Reich der Martha Steward. Danke, bitte weiter gehen, hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen sie weiter.

 

Published in: on 20. März 2013 at 07:57  Comments (5)  
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Pyjamaparties und Schokosplit

Es gibt eine Zeit im Leben eines Kindes, da sind Geburtstagsfeiern für die Eltern einfach schön. Das ist so die Zeit um die 9-11 Jahre.

Die Brut rennt nicht mehr mit ihren Freunden schreiend permanent durchs Haus, sie wollen nicht dauernd von Muttern beschäftigt werden, heulen nicht, wenn sie ein Spiel verloren haben und sind einfach nur froh, wenn man ihnen zu Essen, zu Trinken, viel Süsses gibt und sie ansonsten in Ruhe läßt. Sie wollen Limbo tanzen, Gläser bemalen, Filme gucken, Pyjama-Partys machen und fühlen sich ganz unglaublich gut, wenn sie bis halb zwölf alleine unten kichern können, weil Mutter sie ja oben im Bett nicht hört.

Sie sind definitiv noch nicht so weit, dass Jungs dabei sein müssen, der Alk in Massen fließt, man eine Sondertonne für organischen Müll für die Entsorgung der Partyreste braucht, die Nachbarn ob der Lärmbelästigung die Polizei rufen und man auch sonst Angst um Haus und Hof haben muss.

Ich hätte niemals gedacht, dass eine Kindergeburtstagsparty entspannend sein kann. Doch, ja, ich habe gerade entschieden, was Geburtstagsparties angeht bleibt meine Tochter solange 10, bis sie ihre eigene Bude hat und ihr Feten feiern kann. Ich hätte niemals gedacht, dass eine Kindergeburtstagsparty entspannend sein kann.

Published in: on 17. März 2013 at 16:40  Comments (2)  

Komplimente im Laufe eines Lebens

Ich weiß ja, man verändert sich im Leben. So soll, nein, so muß es sein, sonst ist man echt eine ganz arme Wurst. „Du hast Dich so gar nicht verändert!“ ist für mich eher eine Beleidigung, denn ein Kompliment.

Aber vorhin ist mir aufgefallen, dass man vielleicht doch graduelle Unterschiede machen könnte.

Ich meine, dass ich zum Paradebeispiel der Spießervorstadtmami mutiert bin, ist nicht nur mir schon länger klar. Aber wenn man plötzlich Komplimente bekommt, die man in seiner früheren Zeit als Satire aufgefaßt hat – dann ist das schon hart.

Sonntag kam nämlich Kind Nummer Eins vom Spiel und sagte:

„Mama, Du sollst das nächste Mal auf jeden Fall das Rezept für den Nudelsalat mitgeben. Frau IchmachdasBuffet war ja so begeistert davon.“

Das letzte Mal, das ich so einen Satz bewußt gehört habe, war im Film Elvira, für einen Eintopf, der später eine Massenorgie ausgelöst hat. Und ich hatte mir damals geschworen, wenn ich mal soweit sein sollte, dass ich mit anderen MuttisMamisMamams Kochrezepte in einem solchen Rahmen austausche, dann erschieß ich mich.

Seufz, heute ich seh es einfach als weiteren Schritt ins Biedermeiertum.

Und nur für das Protokoll: Der Nudelsalat ist wirklich der Hammer!

 

 

 

Published in: on 13. März 2013 at 07:24  Comments (12)  

Gestern Alltag, Abenteuer heute

Ich habe mich gestern abend  mit Kind Nummer Eins auf ein Abenteuer begeben. Ich bin in die große Stadt gefahren, im Schneegestöber, an einen Ort, den ich fast nicht kannte und zwar – Achtung – ohne Navigationsgerät.

Ich meine, ich gehöre ja noch zu der Generation, die mit Kartenmaterial in Form von FALK-Faltkarten groß geworden ist und sie sogar lesen konnte. Ich bin immer noch überall hingekommen.

Aber das ist her. Lange her. Wir haben seit langem ein Navi und verlassen uns auch sehr gerne darauf. Bis gestern abend eben, da gab er seinen Geist auf. Und GottseiDank stellte ich früh genug fest, dass ich gar keinen Stadtplan mehr besitze, also haben wir uns den Weg ausgedruckt und Kind Nummer Eins mußte auf Straßennamen achten, die Anweisung lesen und mich leiten. Ich selbst hatte genug damit zu tun, den Wagen auf der Straße zu halten.

„Mama, und wenn wir es nicht finden?“ Kind wurde schon beim ersten Mal verfahren ängstlich.

„Dann fragen wir eben!“ Wenn wir in dem Schneegestöber auch nur irgendwen finden. Allerdings fand meine Tochter das eine nicht akzeptable Möglichkeit, straffte resolut den Rücken und leitete mich weiter.

Und was soll ich sagen?  Wir haben es tatsächlich geschafft. Das Kind war so begeistert, dass sie mir ganz aufgeregt ein High Five gab und meinte, das wäre ein tolles Abenteuer gewesen, das müsse man wirklich mal öfter machen!

So einfach werden aus Kindern Helden.

Published in: on 10. März 2013 at 15:11  Comments (2)  

Big boy

Nur damit klar ist, dass ich keinen kleinen Jungen mehr habe. Ich bringe das Kind also gestern zum Training. Ganz das große Kind nicht mehr richtig zum Platz sondern in die Umkleidekabine. Kurzes Gespräch mit dem Trainer, wie die restliche Saison und die Beginn des Liga-Betriebs für die Kleinen laufen soll.

Danach will Mutter los und ruft zum Kinde

„Schatz, Mama geht jetzt. Kuß?“ Wie jedes Mal.

Kind Nummer Zwei schaut mich an, zögert kurz und schüttelt dann mit dem Kopf. Trainer und umstehende Väter lachen sich halbtot, Mutter steht verdattert daneben.

Damit wären diese Messen wohl auch gesungen. Mein Kind ist sechs und wünscht in Anwesenheit seiner Fußballkumples keinen Abschiedskuß mehr zu bekommen. Seufz.

Published in: on 7. März 2013 at 07:55  Comments (1)  

Zitat des Tages

Justament gerade eben. Kind Nummer Zwei ist langweilig und nölt rum.

„Kind Nummer Zwei, ich kann Dir jetzt nicht helfen, ich muß noch schnell arbeiten.“ Ich habe eine Deaaaaadliiiiine, lass mich in Ruuuuhhheeee.

„Für wen?“ Neugieriges Ding.

„Für D.“ Stirn wird in Falten gelegt.

„Warum arbeitet der denn nicht selbst?“

Kann dem Kind mal gerade jemand das Prinzip des Geldverdienens erklären?

Published in: on 4. März 2013 at 19:07  Comments (3)  

Rückblick Februar 2013

Gelesen: „Etiquette and Espionage“ von Gail Carriger
Gesungen: gerade eben „Im Märzen der Bauer…“
Gehört: Ganz viel Fußballgerede und -gespiele sowie „Apfelmus, Apfelmus ….leckerleckerlecker“ aus vielen Kinderkehlen im Skiurlaub
Gesehen: Die Oscars. Nächstes Jahr reicht wieder die Zusammenfassung.
Getrunken: Sehr viel, sehr guten Wein. Und einen Oachkatzlschwoaf.
Gegessen: Wunderbare kulinarische Highlights im Skiurlaub.
Gekocht: Nach dem Urlaub ziemlich viel vegetarisch.
Gefreut: Dass ich mittlerweile alleine meine Pisten runterkomme.
Gelacht: Über die Sprüche der Brut
Geschickt: Päckchen
Geärgert: Hielt sich diesen Monat in Grenzen – für meine Verhältnisse.
Gekauft: Sehr teuer Schneeschuhe für den Autor, weil seine bei 1,30m Schnee aufgegeben haben. Und endlich wieder ein Bio-Milch-Abo.
Gespielt: Skirennen mit den Kindern
Gefühlt: Spaß am gemeinsamen Sport mit der Brut
Weitere Rückblicke gibt es wie immer beim Schäfchen.
Published in: on 1. März 2013 at 17:15  Schreibe einen Kommentar