Zitat des Tages

Meine Tochter geht für mich in die Pressevorführung eines Kinderfilms und soll sich dann Interview-Fragen ausdenken. Gerade bin ich mit ihr noch mal die Kriterien durchgegangen.

„Denk mal nach, was macht Mama immer zuerst?“

„Überlegen, was Du anziehst?“

Eh, ich dachte eigentlich an die Sichtung des Pressematerials, aber ich denke, dieses Kind wird es noch weit bringen.

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Published in: on 30. April 2013 at 06:40  Comments (1)  

Pubertät und Weltfrieden

So, damit wäre die Pubertät auch geklärt. Kind Nummer Zwei hat kleine Mitesser und ist nicht glücklich darüber.

„Schatz, das ist so, wenn man in die Pubertät kommt!“ Und wenn es nur das wäre…

„Ich will nicht in die Pubertät kommen, die soll ja so anstrengend sein. Man versteht sich dann nicht mehr mit den Eltern und so.“ Genau. Und so.

„Ach Schatz, das liegt doch an Dir. Wenn Du weiterhin so lieb bist wie jetzt, dann haben wir keine Probleme.“ Man wird ja träumen dürfen.

„Echt jetzt? Das ist ja cool. Dann machen wir das so.“ Ok.

Das war doch mal antiklimatisch und schnell. Was ist als nächstes auf meiner To-Do-Liste für heute? Rettung des Euro? Erlangung des Weltfriedens? Immer her damit.

Published in: on 25. April 2013 at 08:09  Comments (7)  
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Und jetzt bin ich wieder da

Man kann es nicht anders sagen, es war ein wunderbares und irres Erlebnis, in einer Staffel einen Marathon mitzulaufen. Und dann noch diesen speziellen mit diesen tollen drei Staffeln unseres Teams.

Sicher, wenn man die Distanz alleine läuft, dann kann man ganz auf sich stolz sein und muss diesen Stolz mit niemand anderem teilen. Aber wenn man wie ich weniger Einzelkämpfer denn Teamplayer ist, dann hat dieses gemeinsame Kämpfen und gemeinsame Teilen des Sieges etwas ganz Besonderes. Zusammen über die Ziellinie zu Laufen – das ist ein Gefühl, das man so nicht beschreiben kann.

Und ebenso unbeschreiblich war der Moment, in dem knapp 25.000 Menschen für eine Minute still wurden und den Opfern des Attentats auf den Boston Marathon gedachten. Absolute Stille in einer derartigen Menschenmenge ist etwas, was sich in mein Gedächnis einbrennen wird, da bin ich sicher.

Für die, die es interessiert: Das TrendScan Team 1 ist in einer Zeit von 03:48:56 durchgekommen und hat damit den 147 Platz belegt (um das einordnen zu können: Es waren 1500 Staffeln am Start). Ich selbst bin aus den verschiedensten Gründen für mich normale 35:10 gelaufen für meine 5,4km. Ich wäre gerne etwas besser gewesen, aber Leute, die wesentlich mehr Erfahrungen haben als ich, sagten für meinen ersten großen Wettbewerb sei das durchaus ok. Ich habe mich aus einleuchtenden Gründen dafür entschieden, den Profis zu glauben.

Mit Sicherheit kann ich sagen, dass das nicht mein letzter Laufwettkampf war, an dem ich teilgenommen habe. Und das im übrigen auch und vor allem nicht zuletzt  aufgrund der hervorragenden Organisation des Teams von Trendscan. Vielen lieben Dank für Eure Mühe und Euren Einsatz. Ihr habt diesen Lauf nicht nur für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht!

Published in: on 22. April 2013 at 08:28  Comments (1)  

Ich bin dann mal laufen

Morgen laufe ich in der Staffel des Hamburger Marathon. Mein erster wirklich großer Lauf. Und ich bin grottennervös. Ich habe trainiert, so manchen inneren Schweinehund besiegt und ich weiß auch, dass ich eine halbwegs anständige Zeit in meiner Distanz laufen kann, wenn ich gut drauf bin.

Trotzdem – durch die Ereignisse in Boston wird dieser Lauf wohl für keinen der Mitlaufenden normal werden. Wie für keinen Läufer, welcher Distanz auch immer, der dieses Wochenende auf einem der vielen Gedenkläufe mitrennt.

We run for Boston 2013! All of us!

Und ein paar Daumen, damit ich mein Team nicht blamiere, wären trotzdem nett.

Published in: on 20. April 2013 at 07:17  Comments (1)  

Zitat des Tages

Kind Nummer Eins wollte vorhin mit ihrer Freundin zum Training und fragte mich, ob ich Bescheid geben könne, wann sie los müßten. Worauf ich sagte, ich würde jetzt Kind Nummer Zwei abholen und wäre dann nicht da. Trockener Kommentar von der Freundin.

„Tja, dann müssen wir eben das Gehirn anschalten.“

Ein guter Rat, den alle Menschen öfter befolgen sollten.

Published in: on 16. April 2013 at 17:13  Schreibe einen Kommentar  

Der feine Unterschied zwischen Alter und Wahnsinn

Ich weiß nicht, ob ich es erwähnte, aber ich gehe Ende des Monats zum Meat Loaf-Konzert. Und zu diesem Behufe höre ich mich noch mal durch seine Lieder. Auch durch die Rocky Horror Picture Show. Und da kommt man natürlich nicht am Time Warp vorbei, wenn man schon mal dabei ist. Und wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat, dann bleibt man dabei nicht sitzen. Nie.

Man stelle sich einen also 6jährigen vor, der sehr irritiert zwischen Computerbildschirm und Anfangsvierziger-Mutter in weißer Bluse und schwarzem Pencilskirt, die den Time Warp gibt, hin und her guckt. Besagte Mutter dann an die Hand nimmt und milde sagt:

„Du Mama, komm. Wir gehen einfach ins Bett. Ich glaube, Du bist müde.“

Nein, bin ich nicht. Nur gerade 20 Jahre jünger. Aber das versteht das junge Gemüse von heute nicht.

Published in: on 12. April 2013 at 20:23  Comments (4)  

Einfach glücklich

Bekanntlich liebe ich ja Podcasts. Und gerade in letzter Zeit höre ich viel „Mensch, Otto“ respektive „Mensch, Theile“ die ca. eine halbe Stunde lang extrem unaufgeregt berühmte und nicht berühmte Menschen interviewen, die eine Geschichte haben.

Letztens war Harry Wijnvoord dran, die mittelalten Leser erinnern sich, das war der Moderator von „Der Preis ist heiß“, dem man, wenn man ihn nur von dort kennt, vielleicht nicht wirklich die Weisheit dieser Welt zutrauen mag.

Aber, wie so oft im Leben, man soll nicht vorschnell urteilen. Denn neben sehr vielen anderen, sehr interessanten Sachen, die Herr Wijnvoord gesagt hat, wurde er auch auf sein Lebensmotto angesprochen, das da lautet „Ich habe beschlossen, glücklich zu sein“. Yupp. Ein sehr guter Plan und wenn man drüber nachdenkt, dann kann er auch sehr gut aufgehen.

Denn er beinhaltet, was ich so nie auf den Punkt bringen konnte, aber sehr lange schon gedacht habe. Umfassendes Lebensglück ist nichts, was einem mal eben so zufliegt – man muß verflucht noch mal dafür arbeiten. Hört sich jetzt sehr unsexy an,  aber die Tatsache, dass ich heute von mir sagen kann „Ich bin glücklich“ beinhaltete viel Zeit, viel Arbeit und viel Verzicht. Und es hat sich gelohnt.

Moment, hallo? Verzicht und Glück als Zusammenspiel? JA, sehe ich so. Jeder Mensch hat Träume, je jünger man ist, desto hochfliegender sind sie. Und das ist gut so. Aber irgendwann sollte man vielleicht seine Lebensträume an die Realität anpassen. Was nicht bedeutet, dass man sich mit wahren Mißständen abfinden sollte – das ist dann das, wo die Arbeit in Spiel kommt. Sein Leben sollte man schon  im Griff haben. Aber wenn man den Lebenstraum hat, eine wahnisnnig erfolgreiche Karrierefrau zu werden, dann sollte man sich vielleicht abschminken auch noch eine total toll funktionierende, mustergültige Familie in der alles wie geplant wuppt, haben zu wollen. Denn das klappt nicht. Auch, wenn uns gerne was anderes erzählt wird.

Anderes Beispiel: Wenn ich mir ein Haus kaufe, weil das eins meiner Träume war, dann kann es mir passieren, dass ich den anderen Lebenstraum vom vielen, vielen Reisen und das auch noch in gute bis sehr gute Hotels zumindest auf die fernere Zukunft verschieben muß. Tue ich das nicht, dann werde ich mit dem Haus, meinem Kontostand und meinem Leben nicht glücklich.

Was ich damit sagen will: Glück ist nichts Statisches, Glück ist verhandelbar. Und Glück ist immer etwas sehr Individuelles. Dafür macht es frei und es befriedigt. Und es hilft, mit den kleinen und großen Unwegsamkeiten des Lebens klar zu kommen. Es gab Zeiten in den letzten zwei Jahre, da war ich alles andere als glücklich. Das ist normal, das nennt sich Leben. Aber es hilft ganz ungemeint, wenn man weiß, dass auch wieder andere Zeiten kommen werden. Und es hilft noch mehr, wenn man nicht untätig da sitzt und darauf wartet, dass diese anderen Zeiten sich gnädig auf einen zubewegen. Es fühlt sich besser an und geht schneller, wenn man da raus geht und sich seine Glücksmomente schafft.

Sei es nun, dass man sich zwingt irgendwas mit den Kindern zu machen, was sie unbedingt wollen und woran sie Spaß haben, obwohl eigentlich gar keine Energie da ist. Sei es, dass man sich eine Kleinigkeit gönnt, die man sich zeitlich gar nicht leisten kann. Oder sei es nur, sich bewußt zu machen, wie gut es einem trotz der ganzen Schicksalsschläge immer noch geht. Glück hat auch immer was mit Demut und Dankbarkeit zu tun. Was ebenfalls nicht gerade sexy ist, zugegeben. Auf der anderen Seite habe ich aber noch nie einen glücklichen Menschen gesehen, der im Grunde seines Herzens einfach nur gierig ist und immer mehr will.

Ich glaube wirklich fest daran, dass Glück auch daraus, besteht zufrieden zu sein mit dem was man hat und gleichzeitig einen offenen Blick für Möglichkeiten hat, die sich einem bieten. Vielleicht wird man so nicht der erfolgreichste Mensch dieser Welt, das gebe ich gerne zu. Aber wenn persönlich zwischen Erfolg und Glück entscheiden darf, nehme ich Letzters.

Und deswegen werde ich nach oben gehen und glücklich sein, dass ich aufräumen darf. Oder mir zumindest vorstellen, dass andere noch ein viel größeres Chaos beseitigen müssen. Oder so.

 

 

Published in: on 11. April 2013 at 10:39  Comments (1)  

Zitat des Tages

Wir waren gestern im Botanischen Garten. Auf dem Weg von der S-Bahn dahin kamen wir an einem Haus vorbei, auf dem  eine Gedenktafel für einen der Initiatoren des Attentats auf Hitler angebracht war.

Frau Serienjunkie und ich unterhielten uns gerade darüber, als wir merkten, wie Kind Nummer Zwei große Ohren bekommen hatte.

„Mama? Mama, wurde der etwa gemördert? Warum wurde der gemördert?“

Geschichtsstunde zweiter Weltkrieg für einen 6jährigen – Herr Knopp, bitte übernehmen Sie.

 

 

 

Published in: on 8. April 2013 at 16:14  Comments (1)  

Veganes Fast-Food

Jetzt ist es offiziell, ernährungstechnisch habe ich bei den Kindern total versagt. Die Tage gab es Nudeln mit Pak-Choi, Sojasprossen und Seiden-Tofu, dem einzigen Tofu, der seinen Weg in meinen Kochtopf schafft. Das aber dafür gerne.

Kind Nummer Zwei versucht verzweifelt den Seiden-Tofu zwischen die Stäbchen zu bekommen, schafft es, verzieht das Gesicht und fragt mit dieser Stimme, die Kinder bekommen, wenn sie meinen, man wolle sie vergiften

„Mama, was ist das denn?“ Der Autor verbrigt schon mal sein Lachen. You are not helpiiiiiing.

„Das ist Tofu. Stell Dich nicht so an, Veganer und Vegetarier essen das dauernd und leben auch noch.“ Sohn hört auf zu kauen und schaut mich an.

„Mama? Mama, wann essen wir eigentlich mal wieder endlich Essen aus Dosen?“

Die fleischlose Fraktion möge mir verzeihen, aber wenn einem die 5-Minuten Terrine, die es während des Großen Streichens vor zwei Jahren hier gab spontan beim Essen von Tofu einfällt, dann kann man wohl getrost sagen, dass das Kind das Zeug nicht mag. Und der Rest der Familie übrigens auch nur sehr eingeschränkt.

Aber man kann nicht sagen, ich hätte es nicht versucht

Published in: on 4. April 2013 at 07:49  Comments (9)  

Rückblick März 2013

Gelesen: „Modern Witch“ von Debora Geary
Gesungen: Viele Geburtagslieder
Gehört: Viele „Mensch Otto“-Podcasts
Gesehen:  Mal wieder „Wild, Wild West“
Getrunken: Wein, New Orleans Rum Fizz und selbstgemachten Yogi-Tee
Geknipst: Viele kleine Kinder beim Schwimmen
Gegessen: Blaubeeren. Viele Blaubeeren. Und Himbeeren.
Gekocht: Richtig gute Rouladen.
Gefreut: Über die Kinder, wie sie im Schnee nach Eiern suchten.
Gelacht: Über Michael Mittermeierst Baby-Tour
Geärgert: Das das Auto wahrscheinlich doch wieder in die Werkstatt muss.
Gekauft: Leider keine Sommergarderobe.
Gespielt: „MonsterFalle“
Gefeiert: Geburtstage von Autor und Kind Nummer Eins
Gefühlt: Eine gewisse Sättigung, was Schnee angeht
Mehr Rückblicke gibt es wie immer beim Schäfchen!
Published in: on 1. April 2013 at 15:56  Comments (2)