Home again

Ich hatte tatsächlich eine Woche kein Netz. Dieses Mal haben sie ernst gemacht, mein lokaler Internet-Dealer in Spanien hatte zu und ob man es glaubt oder nicht – in der Ecke von Spanien, in der ich immer bin, sind Internetcafés so rar wie hierzulande momentan die Sonne.

Einen einzigen öffentlichen Rechner habe ich gesehen und da hatte ich gerade keine Zeit, weil zwei kleine Jungen endlich nach Hause und in den Pool wollten.

Ich werde mich dann jetzt mal durch zwei Koffer Wäsche wühlen (unsere und die von Kind Nummer Eins, die auf Klassenfahrt war – man will nicht beschreiben müssen, wie die Klamotten nach einer Woche in diesem Regen aussehen) und versuche, mich hier temperaturmäßig wieder einzuleben.

Bis dahin, und weil es so schön war, hier ein Beispiel für unser hartes, hartes Leben an der fernen Costa Blanca.

Spanien

Published in: on 31. Mai 2013 at 19:08  Schreibe einen Kommentar  

(Eine Woche ohne das Possum)

(Huhu, der Ehemann hier. Die Schönste Germanin ist jetzt eine Woche lang mal nicht am Rechner. Auch wenn es mich in den Fingern juckt — ich bin natürlich kein Ersatz. In einer Woche geht’s weiter!)

Published in: on 26. Mai 2013 at 20:48  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Ich habe mir heute ein neues Sommerkleid gekauft. Kommentar Kind Nummer Eins

„Toll Mama, und es hat sogar Nudelträger!“

Jemand Tomatensauce dazu?

Published in: on 22. Mai 2013 at 18:31  Comments (1)  

7 Wochen mehr, die Auswertung

Ich bin ja noch eine kurze Rückmeldung schuldig, was mein 7 Wochen mehr angeht.

Was soll ich sage, es hat geklappt. Nicht immer und nicht jeden Tag natürlich, es gab Tage, da hatte ich nicht eine Minute für mich. Aber es gab eben auch Tage, da hatte ich gleich mehrere Stunden. Das Freischaufeln war nicht so das Problem, es gab ein ganz anderes.

Nämlich dieses bewußte „Jetzt ist meine Zeit“. Es gab Tage, da sass ich auf der Couch, las etwas und stellte erst nachher fest, dass es meine Zeit war. Das ist auf der einen Seite gut, das bedeutet nämlich, dass ich mir diese Zeit jetzt ganz automatisch nehme. Auf der anderen Seite aber auch schade, weil man damit Dinge und Momente gar nicht als bewußt wahrnimmt und oft immer noch gestresst durch die Gegend rennt, weil man meint, keine Zeit für sich zu haben.

Was hab ich also gelernt? Zwischendurch innehalten, in mich reinhören und mich selbst fragen, ob es langsam mal wieder Zeit wird für eine kurze Auszeit. Und sie sich dann auch nehmen. Und andererseits eben auch reflektieren, ob man wirklich keine hatte oder sie einfach nur nicht so wahrgenommen hat.

So oder so, es war wichtig es täglich durchgezogen zu haben. So wichtig, dass ich es einfach nach Ostern weiter gemacht habe.

Heute abend zum Beispiel werde ich nicht arbeiten, wie ich es angedacht habe (dafür lass ich einfach mal meine Mittagspause sausen) und werde mich mit einem Glas eisgekühltem Weißwein und einem belanglose, aber kurzweiligen Buch auf die Terasse setzen. Ganz bewußt.

Published in: on 17. Mai 2013 at 10:07  Comments (1)  

Diversität, wie ich sie meine

Ein kurzer Nachtrag zum Polenausflug von Kind Nummer Eins. Sie kann jetzt:

„Mein Name ist Kind Nummer Eins“ auf polnisch sagen. Mein Vorschlag war ja, man sollte ihr beibringen

„Mein Name ist Kind Nummer Eins und ich kann kein polnisch.“

Aber dann sagte mir der Freundinnenvater, dass das zwar löblich, aber in diesem besonderen Fall unnötig sei. Warum, erklärte mir meine Tochter dann gestern nach der Heimkehr.

Es waren also vier Familien über den Zeitraum mehr oder minder anwesend. Davon war eine Familie polnischer Abstammung, eine äthiopischer und eine hatte eine französische Mutter. Dazu kam meine Halbamerikanerin. Und weil das noch nicht genug war, war noch ein geistig behinderter Junge dabei, der genauso mittendrin war, wie alle anderen auch.

Zu Essen gab es mal polnische Hausmannskost, mal äthiopische „salzliche Fladen mit einer leckeren Sosse für uns und einer scharfen für die Erwachsenen“ oder auch mal einfach Stulle mit Brot.

Meine Tochter kam übersprudelnd mit Eindrücken wieder und konnte nicht aufhören zu erzählen, wer was getan, gesagt, gekocht hat und was sie alle miteinander erlebt haben.

Was macht es da schon, dass ich ihre Reisetasche quasi unbesehen in die Waschmaschine gegeben, auf Anraten des Freundinnenvaters das Kind ebenso unbesehen unter die Dusche gestellt habe und sie heute kaum aus dem Bett gekommen ist.

Solche Erlebnisse sind genau die, die ich mir für meine Kinder wünsche. Und hoffe, dass sie sie für immer in ihrem Herzen tragen.

Published in: on 13. Mai 2013 at 11:30  Schreibe einen Kommentar  

Besuch in der anderen alten Heimat

Kind Nummer Eins ist zu Besuch in der Heimat ihrer Vorfahren, ohne es wirklich zu wissen. Oder anders: Sie ist mit einer polnischen Freundin und deren Elten in ein Ferienhaus am See gefahren und war sehr erstaunt, zu hören, dass ein Teil ihrer Familie ebenfalls von dort kommt .

Ebenjener, schon die 80 übeschritten habener Teil der Familie war denn auch ganz angetan. Und fragte gleich nach der Frage, wo das Kind denn sei, sofort nach dem deutschen Namen des Ortes. Eh, ich hab jetzt nicht gefragt, weil es mir schlicht nicht in den Sinn gekommen und ich glaube auch, dass wäre nicht gut gekommen.

Aber als ich danach mit dem Autor geredet habe, meinter er sehr richtig, dass wir die letzte Generation sind, die alleine mit dieser Frage überhaupt noch was anfangen können. Sicher, das ist sehr schwer für diejenigen, die damals die Heimat, die sie kannten verloren haben und ohne jetzt auf die Details eingehen zu wollen – es ist vorbei. Sicherlich, ich bin sehr dafür, dass man sich seiner Wurzeln bewußt ist. Und ich bin sicher, ich werde mal hinfahren und schauen, wo ein großer Teil meiner Familie aufgewachsen ist (ich war schließlich auch in Linz, in Karlsbad und in Michigian), aber das ist mehr familienhistorisches Interesse als alles andere. Und das ist gut so.

Meine Tochter meinte übrigens, als ich ihr erzählte, dass ein Teil ihrer Familie aus Polen stamme, dass das nett sei zu wissen und auch sehr interessant, aber eigentlich würde ihr schon reichen, dass sie aus Deutschland und Amerika komme. Das wäre mehr als andere Leute hätten und damit soll man zufrieden sein.

So ein genügsames Kind.

 

 

Published in: on 9. Mai 2013 at 07:58  Schreibe einen Kommentar  

Generationenlauf, gedachter

Disclaimer: Achtung, Angeberpost!

Und manchmal kommt es anders, als man denkt. Ich wollte ja am Samstag mit den Kindern beim Frauenlauf mitmachen. Die Kinder den Bambini, ich mit einer Freundin den 5km-Funlauf. Allein, es hat mich Freitagabend darnieder gestreckt – Halsweh, Nase komplett zu, subfibril.  Ich kam noch nicht mal ohne Keuchen die Treppe hoch, an laufen gar nicht zu denken.

Nun hatte ich die Kinds aber schon so heiß auf den Lauf gemacht, dass die natürlich rennen wollten. Also schleppte ich mich mit Autor und Kindern zur Strecke. Und es war voll beim Bambinilauf. Und chaotisch. Irgendwie ist die Elterndurchschleusung noch verbesserungswürdig, finde ich. Das war aber auch das Einzige, was mir nicht gefallen hat.

Beide Kinder sind in ihren Gruppen recht weit hinten gestartet, haben sich während des Laufs (500m für die 5-6jährigen, 1km für die 9-10jährigen) gut nach vorne gekämpft und sind im vorderen Drittel des Hauptfeldes angekommen. Was mein Läuferherz sehr gefreut hat.

Mein Mutterherz hat aber was anderes stolz gemacht. Wie gesagt, im Startraum war es leicht chaotisch. Da der Autor unseren Platz im Zielbereich sichern mußte und beide Kinder unterschiedliche Startzeiten hatten, mußte Kind Nummer Eins sich quasi von Anfang an alleine durchkämpfen und entscheiden, wann sie wo zu sein hatte. Ja, sie ist 10 – aber sie kommt vom Dorf und ist solche Menschenmasse nicht gewohnt.

Kind Nummer Zwei hingegen schickte mich dann kurz vor dem Start weg und meinte, er müsse sich jetzt konzentrieren. Während viele andere Kinder in seiner Startklasse nur mit Mama zusammen laufen wollten, fand er seine Startposition ganz allein und zog den Lauf für sich durch. Und das mit 6 Jahren und wie Kind Nummer Eins solcherlei Menschenmassen nicht gewohnt – ich finde, das ist schon eine Erwähnung wert.

Keiner Erwähnung wert sollte es allerdings sein, dass Muttern nach dem anstrengenden Anfeuern und der dämlichen Erkältung so derart fertig war, dass sie den Weg vom 17. Juni bis zum Potsdamer Platz nicht in einem Stück geschafft hat. Seufz.

Aber der Berliner Night-Run, der ist meiner!

Published in: on 6. Mai 2013 at 06:56  Schreibe einen Kommentar  

Rückblick April 2013

Gelesen: Die „Witches“-Serie von Deborah Geary – warum weiß ich eigentlich selbst nicht

Gesungen: „Oh, I would do anything for love…..“ oft und viel
Gehört: Meat Loaf – oft und viel und live
Gesehen: Ebenfalls Meat Loaf – live und in Farbe. Der alte Mann kann es echt noch.
Getrunken: Endlich mal wieder diverse Weine
Gegessen: Viel zu viel
Gekocht: Spargel mit Kartoffeln und hausgemachter Sauce Hollandaise
Gefreut: Über die Teilnahme am Hamburger Marathon in der Staffel
Gelacht: Viel mit den anderen Staffelteilnehmern
Geärgert: Wie immer über Behördeninkompetenz – ich sollte einfach aufhören damit
Gerannt: Sehr diszipliniert, sehr regelmäßig

Gekauft: Endlich Frühlingsklamotten für die Kinder

Gespielt: Sum Swamp
Gefeiert: Ostern

Gefühlt: Euphorie und Erfolg

Mehr gibt es beim Schäfchen

 

 

Published in: on 1. Mai 2013 at 07:44  Schreibe einen Kommentar