Du weißt, Du bist alt

wenn Du die Fragen Deiner Kinder anders beantwortest als beispielsweise Deine Eltern es bei Dir getan haben.

Heute: Der Taschenrechner

Kind Nummer Zwei zum Autor:

„Daddy, was ist eigentlich ein Taschenrechner?“

„Das ist ein sehr, sehr kleiner Computer, mein Kind.“

Wer sich mit uns an die Zeiten erinnern kann, in denen ein Taschenrechner noch fast ein Wunderwerk der Technik war und nicht als kleines, absolut selbstverständliches Zubehör in jedem noch so simplen Gerät gehört, der kann sich schon mal die Lesebrille aussuchen gehen.

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Published in: on 29. August 2013 at 17:51  Schreibe einen Kommentar  

Thema verfehlt – oder gerade nicht

Gestern waren wir mit den Kindern beim Tag der offenen Tür in verschiedenen Ministerien und sind dabei ein wenig durch die Stadt geschlendert. Zu unserer Schande muß ich gestehen, dass die Brut das erste Mal das Stelen-Denkmal am Brandenburger Tor gesehen hat, jedenfalls bewußt. Und was riefen sie, als sie es im Vorbeigehen sahen – und zwar gleichzeitig

„Ein Labyrinth – cool!!“

Ein beredter Blick zwischen den Autor und mir und wir begannen behutsam mit der Aufklärung, was das denn wohl für ein Denkmal ist.

Kurz danach standen wir, mehr aus Versehen, im wirklich nicht sonderlich schönen Innenhof des Ministeriums für Fianzen und Kind Nummer Zwei stieß sehr zum Entzücken der Umstehenden lauthals aus

„Mama, ein Zirkus!“

Das er das verschwindend kleine Zirkuszelt ganz am linken Rand meinte, hat die Masse der Leute nicht mitbekommen, als sie ihm zu seiner sehr frühen Einsicht gratulierten.

Bei diesen Kindern muß man sich wohl nicht wundern, wenn man von sämtlichen Geheimdiensten der Welt abgehört wird.

Published in: on 26. August 2013 at 06:10  Comments (3)  

Zitat des Tages

Die Sommerpause ist vorbei, die Gemeindepolitik hat wieder begonnen. Und als brave, sachkundige Einwohnerin bin ich gestern zur Ausschuss-Sitzung gegangen. Und weil brave, sachkundige Einwohnerinnen politisch interssierte Kinder großziehen fragte mein Kind Nummer Zwei dann heute morgen auch gleich.

„Du Mama, wie war denn gestern die Politik-Show?“

Und obwohl diese Ausdrucksweise zumindest für gestern den Kern gnadenlos traf, liegt wohl doch noch ein Stück Arbeit vor mir.

Published in: on 21. August 2013 at 06:36  Schreibe einen Kommentar  

Was wirklich wichtig ist im Leben

Nur, damit mal klar ist, auf welchen Fächern in diesem Hause die Prioritäten liegen:

Kind Nummer Zwei hat sich gestern beim Abtrockenen – ja, wir sind böse Eltern, die ihre Kinder abtrockenen lassen – sehr böse in den Finger geschnitten. Viel Blut, Krankenhaus, Fingerkuppe geklebt, fünf Tage kein Wasserkontakt, ebensolange kein Schreiben und sieben Tage kein Sport – was wohl das Schlimmste sein wird für das arme Kind.

Ich will also heute morgen den Jungen in die Schule bringen, bemerkt Kind Nummer Eins doch:

„Mama, er kann doch eh keinen Sport mitmachen. Und im Hort kann er auch kein Fußball spielen. Wieso läßt Du ihn nicht eine Woche zuhause, wo er doch eh nichts Wichtiges mitmachen kann?“

Ich liebe es, wenn meine Kinder so unglaublich intellektuell denken.

Published in: on 19. August 2013 at 10:04  Comments (1)  

Tränen am Morgen, die zweite

Ich wiederhole nur sehr ungerne ein Post. Aber genauso wie vor vier Jahren hat es sich wieder zugetragen, nur diesmal mit meinem Sohn.

Bin ich froh, dass ich nur zwei Kinder habe.

Published in: on 15. August 2013 at 06:26  Schreibe einen Kommentar  

Du weißt, es ist Montag,

wenn Dein Sohn leider vergessen hat Dir zu sagen, dass in der Seitentasche seiner Mappe eine offene Milchtüte ist.

Seit Freitag.

Published in: on 12. August 2013 at 07:23  Comments (1)  

Von der Sitcom ins Dorf

Je älter die Kinder werden, desto mehr stelle ich fest, dass Serien immer auch einen wahren Kern haben. Ich erinnere mich lebhaft an amerikanische Familienmütter und -väter, die die Projekte ihrer Kinder für die Schule fertiggestellt haben.

So in etwa ist das hier fast abgelaufen heute. Kind Nummer Eins sollte einen Steckbrief von sich machen und hat sich ausgedacht, man könnte so einen Wanted!-Zettel im alten Stil machen. Und so hackte sie auf meinem Rechner herum, bis die Schrift und der Inhalt stimmte. Glücklicherweise ist das Kind mittlerweile so mediensicher, dass sie den Text abspeicherte.

Denn leider verwandelte sich beim ersten Versuch, den Steckbrief auf alt zu trimmen, das Papier zu Asche. Dumm gelaufen. Tochterkind hatte dann noch irgendwas gelesen, dass man das Papier in Tee oder Kaffee tränken könne. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon verloren, ich war begeistert und als das Papier (Kaffee funktioniert übrigens besser als Tee) an den Rändern gerissen werden mußte, konnte das Kind mich nur noch mit den Worten

„Mama, das ist schließlich mein Projekt, geh, such Dir ein eigenes!“ stoppen.

Menno! Nie darf ich was!

Published in: on 8. August 2013 at 06:30  Comments (3)  

Es ist eingetütet, die zweite

Hups, schon fünf Tage in den August rein und noch kein Eintrag. Aber ich habe eine gute Ausrede: Kind Nummer Zwei wurde eingeschult.

Es war eine tolle Feier, sehr warm, sehr gemütlich, viele Freunde waren da – in einem Wort: Es war einfach schön.

Und nein, ich habe nicht geweint, weder während der Zeremonie (es war einfach zu warm) noch danach (ich hatte einfach zu viel zu tun). Und jetzt hab ich auch keine Zeit, ich habe derart viel nach zu arbeiten, Sentimentales geht gerade gar nicht. Das kommt dann, wie bei Kind Nummer Eins, zum unpassensten Zeitpunkt.

Und da das dann wieder ein arbeitstechnisch verlorener Tag ist, arbeite ich heute einfach so weiter!

Published in: on 5. August 2013 at 08:41  Schreibe einen Kommentar