Zitat des Tages

Manchmal bin ich eine gute Mutter und frage, was die Kinder essen wollen. Antwort heute von Kind Nummer Zwei

„Ich will Pinocchio essen.“ Was will das Kind?

„Was willst Du, mein Kind?“

„Na, Pinocchio, diese weißen, runden Dinger, die so schmecken wie kleine Dumplings.“

Erinnert mich mal wer dran, mit dem Kind einen Gourmet-Kurs zu machen, bevor wir das nächste Mal nach Italien fahren und er statt Gnoccis den kleinen Nationalhelden kannibalisieren will?

Published in: on 30. Oktober 2013 at 18:10  Comments (1)  

Das Neuland wird besiedelt

Es wird mal wieder Zeit für die Welt da draussen.

Ich verstehe ehrlich gesagt so gar nicht, warum die Nation sich darüber echauffiert, dass sich Frau Merkel darüber aufregt abgehört zu werden. Ich finde, man sollte das positiv sehen: Das ist doch der endgültige Beweis, dass unsere Kanzlerin tatsächlich nur ein Mensch ist. Denn solange es sie nicht betraf, war diese unglückliche Abhör-NSA-Affäre gar nicht so schlimm, man muss da mal die Emotionen rausnehmen und überhaupt wurden bestimmt gar keine Gesetze gebrochen. Also bitte ein wenig objektiver mit der Sache umgehen, ja?

Jetzt allerdings, wo sie selbst betroffen ist, da sieht die Sache natürlich ganzganzganz anders aus. Da muss interveniert werden. Hallo, das geht ja mal gar nicht, wie kann es jemand wagen *sie* abzuhören. Den Pöbel aus dem Volke, ja bitte gerne, dass sieht man ja noch ein, man weiß ja nie, was die da für Ideen haben – aber sie? Also bitte!

Eine völlig normlae Reaktion also, kein Grund jetzt rumzubiestern.

Was mir allerdings ernsthaft Angst macht ist die Tatsache, dass die gesammelte deutsche Politikerriege anscheinend nicht geschnallt hat, was läuft. Ich meine, es grenzt doch an fahrlässiger Dummheit jemandem, der nachweislich Straftaten begangen hat zu glauben, wenn er sagt, er habe es nicht getan. In gewisser Weise haben unsere entscheidenden Politiker damit ihr Volk verraten. Sie haben nicht, wie sie es geschworen haben zu unserem Wohl gehandelt, indem sie sich verflucht noch mal dahintergeklemmt haben, als die ersten Beweise aufkamen. Das sollte einen eigentlich wütend machen.

In diesem speziellen Fall macht es mir aber, wie gesagt, sehr viel Angst. Denn ich glaube ausnahmsweise mal nicht, dass sie es wissentlich gehandelt haben sondern, und das ist viel schlimmer, sie haben schlicht keine Ahnung. Nicht nur, was das Internet sondern die gesammelte neuere Technik seit Erfindung des Telefons alles kann.

Wir werden also von Menschen regiert, die irgendwann Mitte des letzten Jahrhunderts stehen geblieben sind. Das ist nicht nur bitter für unsere Wirtschaft sondern noch viel bitterer für unsere Sicherheit.

Sicherlich, man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass Merkel und Co. auch nur Opfer sind und von ihren guten Freunden verraten wurden. Man kann sie aber auch fragen, ob sie jetzt endlich mal aufwachen, sich echte udn ernsthafte Experten als Berater holen (und auch auf sie hören) und vielleicht mal anfangen, selbst im 21 Jahrhundert anzukommen.

Damit das Neuland endlich auch in Deutschland gut besiedeltes Gebiet wird.

Published in: on 25. Oktober 2013 at 14:41  Comments (3)  

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt

Obwohl meine Kinder mittlerweile zehn und sechs Jahre sind, krabbelt mein Sohn immer noch jede Nacht ins Bett meiner Tochter. Bisher dachte ich immer, sie duldet das nur, weil sie heimlich ihren Bruder doch irgendwo mag. Doch seit gestern abend bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Kind Nummer Eins war es nicht gut irgendwie, also gab ich die Order an Kind Nummer Zwei raus, doch bitte mal in seinem eigenen Bett zu bleiben, denn wenn ich was nicht brauche, dann sind das im Zweifel zwei kranke Kinder. Großes Gemurre aus der Untereinsfünfundzwanzig-Fraktion. Aber erstaunlich schnelle Stille.

Als ich dann später hochkam, war nicht nur mein Sohn nicht in Tochters Bett, sondern sie selbst auch nicht. Sie war auch nicht in unserem Bett. Sie war in seinem Bett und als ich sie sacht rüber bringen wollte, kuschelte sie sich noch ein wenig mehr an ihn und murmelte was von

„…nur gesagt, nicht in meinem Bett…!“

Und jetzt bitte ein kollektives „Awwwwwwweeee!“

Published in: on 22. Oktober 2013 at 06:57  Comments (4)  
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Sonntagsplanungen

Meine Tochter wird ein Teenager, ohne Frage. Und dazu gehört auch mal eine gewissen Sprunghaftigkeit.

So hat sie mir letztens erst vorgeworfen, dass ich nienienie mit zum Training komme und sage

„Das hast Du toll gemacht!“

Und alle anderen Eltern wären immer oder doch fast immer wenigstens die letzten Minuten mit dabei, nur sie, sie müsse sogar mit dem Fahrrad alleine nach Hause fahren. Seufz, alles, was Eltern ist, weiß, wie die „Du hast nicht genug Zeit für mich“-Masche läuft. Also haben wir uns geeinigt, dass ich zum nächsten Auswärtsspiel fahre, sollte denn mit dem Auto gefahren werden.

So weit, so besprochen. Gestern kam der Zettel, es werden zwei Autos gebraucht. Und während ich schon intern plane, wohin ich Kind Nummer Zwei verschiebe, kommt von schräg rechts.

„Mama, Du musst aber nicht fahren.“ Eh, wie jetzt?

„Eh, wie jetzt? Ich dachte, dass hätten wir vorgestern so besprochen.“ Nicken.

„Ja, schon, aber ich fahre dann doch lieber mit T. mit. Die haben ein tolleres Auto als wir.“

Pft, bitte. Muß ich mir eben einen gemütlichen Sonntag zuhause machen. Mir doch egal.

Published in: on 16. Oktober 2013 at 10:50  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Die Tage werden kürzer, die Zeit auf dem Trampolin damit auch. Da kann man vor lauter Hektik schon mal vergessen, das Sicherheitsnetz zuzuziehen. Und weil mein Sohn nun mal ein Unglücksrabe ist, passiert dann auch schon mal, dass er durch ausgerechnet diese Lücke fällt und

„Mama, ich bin vom Trampolin gefallen und jetzt tut mir der Rückenbaum weh!“

War aber nichts, was nicht ein guter Cupcake wieder heilen konnte.

Published in: on 12. Oktober 2013 at 07:02  Schreibe einen Kommentar  

Die Bahn kommt immer noch – nur wohin bloß?

Kind Nummer Eins war ja bekanntermaßen mit Opa in Spanien. Zurück sollten sie und ihre Freundin mit der Bahn kommen. Dazu hatte ich extra einen Zug rausgesucht, der von der alten Heimat bis Ostbahnhof durchgeht, damit die da in Ruhe aussteigen können – das ist nur einer morgens. Also mussten die Kids früh raus, aber einen Tod muss man ja bekanntlich sterben

Als aber die Zeit der Abfahrt kam, ruft mich mein Vater an – der Zug ginge doch nur bis Hauptbahnhof, wo es wuselt und es ist voll und genau das wollten wir vermeiden. Zumal es mit dem Wagen von uns dahin bei der Baustellenlage gerade ziemlich katastrophal ist. Aber die Bahn hat nachträglich umgedisponiert „Kurzfristige Änderung, bitte haben Sie dafür Verständnis“. So stand es dann auch im Internet.

Nein, habe ich nicht. Wenn ich etwas buche (und den Kindern einhämmere und es für mich wesentlich günstiger ist) dann will ich auch bitte, dass ich mich darauf verlassen kann. Mann!

Meine Tochter smste mir dann, dass auf dem Bildschirm im Wagon „Endstation Ostbahnhof“ stände. Fünf Minuten später folgte dann die Korrektur, die Durchsage hätte aber Hauptbahnhof gesagt. Wie einigten uns dann auf letzteren. Danach kamen noch drei SMSe, die verschiedene Verspätungszeiträume angaben, die aber alle nichts mit dem tatsächlichen Eintreffen zu tun hatten.

Kommt aber noch besser. In Netz stand, der Zug käme auf Gleis 4 an. Auf der Anzeigetafel stand Gleis 2. Da man sich anscheinend nicht einig war und auf beiden Gleisen kein Wagenstandsanzeiger für genau diesen Zug war, ging ich zu den netten Schalterbeamten die mir Stein und Bein schworen, es wäre Gleis 4, Sektion D bitte. Ja, ganz sicher, die Kinder würden da und genau da ankommen.

Da stand ich dann kinderseelenalleine, bis eine Stimme vom Gleis gegenüber ertönte, der Zug würde auf Gleis 2 einlaufen. Also, treppauftreppab zu Gleis 2, Sektion D.
Der Zug kam und lief auf Gleis 1 ein. Und ich rannte zwischen hin und her und suchte meine Tochter nebst Freundin und wurde schon leicht unruhig. Bis das Handy klingelte und mich in Sektion C, „Fast B, Mama“ leitete.

In solchen Momenten frage ich mich ernsthaft, in welche Universum genau die Bahn ihre Züge fahren läßt. In meinem ganz sicher nicht. Und ich kann sowas auch nur sehr begrenzt witzig finden, wenn meine 10jährige das erste Mal alleine fährt – und es handelte sich hier ja nicht um einen Notfall, wie eine brennende Lok oder ähnliches, sondern um schiere Inkompetenz.

Die Kinder übrigens fanden das weniger schlimm, nur nervig, weil sie dauernd verschiedene Ankunftszeiten schreiben mußten, und deswegen

„Mußt Du mir jetzt wieder mein Guthaben aufladen, Mama!“Ernster Blick.

Man muß eben die Gelegenheiten nehmen wie sie kommen.

Published in: on 9. Oktober 2013 at 12:02  Comments (4)  

Ein Strauß am Nachmittag

Wenn Fleurop vor der Tür steht, dann bedeutet das selten was Schlechtes. Aber wenn dann das hier ankommt

Blumen

dann weiss man, was mittlerweile über 20 Jahre Freundschaft auch bedeuten können!

Danke, Gaby, you made my day! *TränchenausdemAugewisch*

Published in: on 7. Oktober 2013 at 15:46  Schreibe einen Kommentar  

Familie minus eins

Es ist nicht, dass ich es Kind Nummer Eins nicht gönne, im Moment mit ihrem Opa und ihrer Freundin in einer Gegend zu sein, in der es gerade 28 Grad hat. Und jeden Tag im Pool zu baden, wenn sie nicht gerade im Meer ist. Verwöhnt wird bis in die Haarspitzen – mit der besten aller Doraden.

Nein, ich gönne es dem Kind wirklich! Aber wenigstens anrufen, das könnte sie ab und an, finde ich.

Published in: on 2. Oktober 2013 at 18:59  Comments (1)