Rückblick Januar 2014

Ich finde, der erste Monat im Jahr verdient einen netten Rückblick.

Gelesen: Die MacKade-Reihe
Gesungen: In der Englisch-Stunde – ich wurde gezwungen!
Gehört: „Ihr Kind ist eines der sozial kompetentesten in der Klasse, Frau Possum.“ Und danach:“PENG!“ Das war dann das Mutterherz, das vor Stolz geplatzt ist.
Gesehen: Viel HIMYM und Lost Girl
Getrunken: Viel Tee.
Gegessen: Comfort Food.
Gekocht: Chicken Pot Pie, Eintöpfe – all sowas.
Gebacken: Foccacia und sehr, sehr viel Pizza
Gefreut: Über die Schul-Beurteilungen der Kinder
Gelacht: Über das Dschungelcamp
Geärgert: Über das Blitzeis – tat das not?
Gekauft: Klamotten. Viele, viele Klamotten
Getraut: Bei Blitzeis mit einem nahezu unbekannten Auto gefahren. Mir blieb ja auch nicht wirklich was anderes übrig.
Gefeiert: Einen Kindergeburtstag
Gefühlt: Mitleid mit dem Freund von Kind Nummer Zwei, der sich beim Tunier einen Arm gebrochen hat. Und viel, viel Aufregung durch mehrere Fußball-Tuniere hindurch (-> nennt mich Soccer-Mom)

Mehr Rückblicke gibt es hoffentlich wieder beim Schäfchen. Habe nur noch keinen Link – ich bin die Erste dieses Mal.

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Published in: on 30. Januar 2014 at 21:12  Schreibe einen Kommentar  

Die Physik der Berge

Kind Nummer Eins philosophiert mit ihrer Freundin über den Frühstückskornflakes über Skigebiete in Österreich.

„Das Coole, da wo wir die letzten beiden Jahre waren? Egal welche Piste Du nimmst, Du kommst immmer, immer wieder unten an!“

Physik Eins, setzen!

Published in: on 25. Januar 2014 at 09:01  Schreibe einen Kommentar  

Schule des Lebens

Damals als ich von der Grundschule auf das Gymnasium wechselte, war das alles kein Problem für meine Eltern. Ich hatte eine Empfehlung für das Gymnasium, es gab das städtische und die Nonnenranch (das katholische, das gerade drei Jahre vorher sogar begann, Jungs aufzunehmen). Entschieden wurde nach Fahrtweg und gut war es. Entweder man schaffte es oder man ließ es bleiben. Oder man quälte sich, wie in meinem Fall, mit Nachhilfe in Mathe so durch – aber grob war das erstmal kein Problem.

Heute ist das anders. In eineinhalb Jahren wechselt Kind Nummer Eins und wir sind spät dran mit der Suche nach einer geeigneten Bildungsstätte. Zur Auswahl stehen zwei Gymnasien mit unterschiedlicher Ausrichtung, eine Gesamtschule mit der Möglichkeit des Abiturs, ein privates Gynmasium und ein ebenfalls privates, bilinguales am Rande der großen Stadt. Und das sind nur die, die hier in der Nähe sind. Weiter gucken wir erst gar nicht.

Die haben alle Tage der offenen Tür, die man gefälligst zu besuchen hat. Denn sämtliche Eltern sind von der kollektiven Panik erfaßt, man könne die falsche Schule für sein Kind aussuchen und damit die Karriere der Brut beenden, bevor sie überhaupt begonnen hat. Das Problem ist, obwohl man weiß, dass es totaler Schwachsinn ist – das steckt an. Denn ob es die richtige oder die falsche Schule für das eigene Kind ist, das stellt sich dummerweise meist erst raus, wenn das Kind drauf ist und ein Wechsel bestenfalls schwierig ist.

Also beißen wir die Zähne zusammen, lassen uns weiter durch lange Schulgänge führen, versuchen gelassen zu bleiben und uns einzureden, dass wir genau wissen, wonach wir eigentlich suchen.

Wenn ich dahinter gekommen bin, werde ich es schreiben.

Published in: on 21. Januar 2014 at 21:22  Schreibe einen Kommentar  

Der Mantel des Vergessens

Gemeinhin merken Eltern ja an ihren Kindern wie die Zeit vergeht. Aber manchmal vergißt man einfach ein paar Dinge.

Zum Beispiel hatte ich vergessen, wie wenig man auf die Reihe bekommt, wenn man einen Zweijährigen beaufsichtigt, auch wenn es das zuckersüsseste unter allen Zweijährigen dieses Dorfes ist.
Wie lange es dauert, zu Fuß die 400m zum Laden zu gehen, weil jeder Stein untersucht und jede Blume mit Namen begrüßt werden möchte.
Und wie zeitaufwändig es ist, ein Kind zu füttern – selbst wenn es nicht wer weiß wie beim Essen rumtrödelt.

Wenn das Kind dann von seiner leiblichen Mutter wieder abgeholt wird, dann schaut man wehmütig hinterher und fragt sich, wo die Zeit geblieben ist, der Kleine war doch gestern noch so klein.

Und wenn man ganz, ganz ehrlich zu sich selbst ist, dann ist man doch irgendwie froh, dass man die eigene Brut mittlerweile alleine auf die Strasse schicken kann, sie ohne Infrastruktur und Probleme bei eigenen Freunden bleiben und man ein Stück seines Lebens zurück hat.

Denn das Gute ist ja, wenn mir wieder ein paar Stunden nach Kleinkind ist, dann leihe ich es mir einfach für ein paar Stunden aus. Ich finde, das hört sich sehr gut an.

Published in: on 15. Januar 2014 at 17:22  Comments (1)  

Traumjob: Autoverkäufer in Berlin und Umland

Unser treuer Panzer wird langsam sehr alt. Erst zwackte es nur ein wenig hier, dann ein wenig da, aber dann wurden die OPs doch immer häufiger und teuerer und wir beschlossen, ein neues Gefährt muss her.

Nun stellt man sich das ja gemeinhin nicht so schwer vor, man recherchiert, man weiß grob, was man will (in unserem Fall einen Kombi, Vorführ- oder Jahreswagen und für den Autor mit Automatik bitte), ist nicht auf eine Automarke festgelegt und dann geht man los. Diese Vorgehensweise scheint viele Autoverkäufer schlicht zu schocken, vor allem, wenn man als Frau alleine eine Familienkutsche sucht. Das ist im System schlicht nicht vorgesehen. Immer noch nicht.

Die Reaktionen auf mein Anliegen waren von totaler Ignoranz meiner Person – sprich, ich wurde erst gar nicht angesprochen, obwohl ich sichtlich um die Autos rumschlich und mindestens ein Verkäufer frei war – bis dahin, dass man mich nicht wirklich ernstnahm.

Einigen hab ich dann eine Probefahrt abgetrotzt (wobei das meist über eine Hotline lief, die mich nach Internetkontakt anrief, wenn ich im Autohaus selbst anrief, war man eher mäßig begeistert). Interessierte ich mich dann für einen Wagen, so ging das Drama weiter, denn die Autos, die man mir anbot waren immer strengstens limitiert und es sei sooooo schwer, sowas zu beschaffen, nein also wirklich. Die Hälfte der Verkäufer meldete sich deswegen lieber erst gar nicht mehr. Wenn der Kunde nicht nimmt, was da ist, dann ist er eben selber schuld.

Ich war schon der Verzweiflung nahe, da fuhr ich in die alte Heimat und besuchte auch dort Autohäuser. Dort lief das dann so ab: Ich kam ins Autohaus, man war bei mir, hörte sich an was ich wollte, erklärte mir was machbar ist und was nicht. Und dann kamen Sätze wie:

„Natürlich können wir ihnen alles besorgen, Frau Possum, darf ich ihnen schon mal drei Möglichkeiten ausdrucken?“ Sie durften. Am 23.12 hatte ich innerhalb eines Tages mehr akzeptable, auf mich zugeschnittene Angebote als in den sechs Wochen zuvor. Die, das sei am Rande erwähnt, auch noch erheblich günstiger waren als das was man mir hier für in etwa gleich ausgestattete Wagen anbot.

Direkt nach Weihnachten haben wir dann gekauft. Dabei bin ich ja eigentlich ein Mensch, der gerne regional kauft – seien es nun Äpfel oder Autos. Aber wenn man mich so erfolgreich daran hindert, wie es die Autohäuser hier in der Gegend tun, dann muss ich das auch nicht machen. Man kann mir das auch gerne sagen, sowas wie

„Nein, Frau Possum, wissen Sie, die Autos stehen hier nur rum, weil wir das so klasse finden, wir wollen die eigentlich gar nicht verkaufen! Wir machen auch so genug Umsatz.“ Das kann ich ja nicht ahnen, steht ja nicht dran.

Im Ernst, ich kam mir wirklich in die Servicewüste Deutschland der 80er Jahre zurückversetzt vor – und das ging durch die Autohäuser durch, unabhängig von der Marke (rühmliche Ausnahme: der örtliche Renault-Händler, leider paßte da das Auto nicht zu uns). Ich hatte nicht gedacht, dass das so heute noch möglich ist. Das mich bei all dem Gequatsche um die Krise schwer erschüttert.

Aber gut, so der Autogott will, haben wir dass jetzt für die nächsten zehn Jahre hinter uns. Und solange brauche ich auch, um mich von diesem Erlebnis zu erholen.

Published in: on 10. Januar 2014 at 21:05  Comments (7)  

STOOOOPPPPPP!

Jetzt ist dieses Jahr gerade mal 6 Tage alt und schon jongliere ich wieder mit Terminen, organisiere hier, schiebe da und schaue, wie ich das meiste aus meiner Zeit raus bekomme.

Geht´s noch?

Eigentlich wollte ich ein wenig weniger Hektik an den Tag legen im neuen Jahr. Mann. Kann mal jemand auf die Bremse treten.

So, ich atme dann mal durch, versuche runter zu kommen und ohmmmmme mal vor mich hin. Vielleicht hilft es ja.

Published in: on 6. Januar 2014 at 17:39  Comments (2)