Ferienzeit. Hurra.

Wer hat sich gleich sechs Wochen Ferien ausgedacht? Das kann doch nicht gut sein für die Entwicklung der Kinder. Friert da das Hirn nicht ein?

Oder in anderen Worten: Wie soll ich die restliche Zeit überstehen?

Published in: on 29. Juli 2014 at 05:29  Comments (1)  

Wenn Kinder vernünftig werden

Das sind offensichtlich nicht meine Kinder. Meine Kinder sind irgendwo da draussen und warten darauf abgeholt zu werden.

Vor einiger Zeit, es mögen nunmehr zweieinhalb Wochen sein, haben sie mit mir einen Deal gemacht, wenn sie sich über eine Woche nicht streiten, dann würden sie ein bestimmtes Spiel bekommen. Die Zeiten waren stressig und ich habe habe nicht damit gerechnet, dass sie auch nur zwei Tage durchhalten.

Verrechnet, sie haben das Spiel bekommen. So.

Aber seit der Ankündigung, sie wollen sich nicht mehr streiten, ist weit mehr als die vereinbarte Zeit vergangen. Mir wurde das schon sehr unheimlich. Gestern endlich gab es dann wieder mal eine Diskussion, die dann wie folgt endete:

„Eh, warte mal, wollen wir uns jetzt eigentlich echt streiten?“ Huh???

„Ehm, ne, hab ich eigentlich keine Lust drauf.“ WTF?

„Ok, pass auf, erst Du 10 Minuten, dann ich, ok? Ich stell den Wecker.“

„Ok. Stückchen Schokolade?“

Manchmal bin ich als Mutter einfach überfordert.

Published in: on 22. Juli 2014 at 14:55  Comments (1)  

Lupenreines Einkaufen

Bei uns im Dorf hat eine neue Filiale einer bekannten Supermarktkette aufgemacht. Die Tage war ich dort mal schnuppern und fand, dass die sich gut aufs Dorf eingestellt haben. Viele Bioprodukte, viel regionales Gemüse und für die ältere Generation Einkaufswagen mit eingebauter Lupe. Gerade das fand ich wirklich sehr nett von Ihnen. Ich bin immer sehr dafür, den älteren Menschen Dinge zu erleichtern, wenn es mal nicht mehr so geht.

Bis ich dort einen neuen Yoghurt fand, der sehr gut aussah. Was nicht gut aussah waren die Inhaltsstoffe. Also nicht die als solches, sondern dass sie neuerdings sehr, sehr klein geschrieben sind. Ich bin sicher, dass das mal anders war. Und während ich die optische Feinjustierung per Armlänge durchführe, tippt mir ein Angestellter auf die Schulter und meint sehr freundlich, ich könne auch sehr gerne die Lupe im Einkaufswagen benutzen, damit würde es viel schneller gehen. Und gleich hinterher

„Sie sind nicht die erste Enddreißigerin, die sie nutzt!“

Da steht man dann gleich vor der schwierigen Entscheidung, ob man beleidigt sein soll, weil einem eine solche Ungeheuerlichkeit überhaupt vorgeschlagen wird oder geschmeichelt, weil man noch locker für Ende Dreißig durchgeht.

Übrigens hab ich den Joghurt der Blamage nicht gekauft. Waren zuviele Aromastoffe drin. Glaube ich jedenfalls.

Published in: on 18. Juli 2014 at 14:10  Schreibe einen Kommentar  

Weltmeister!!!

Nicht mehr. Aber auch nicht weniger!

Published in: on 14. Juli 2014 at 13:01  Schreibe einen Kommentar  

Mit Fußball fürs Leben lernen

Ich gebe zu, meine Begeisterung Fußball zu gucken spielt sich auf genau zwei Ebenen ab. Einmal während des Jahres in der F-Jugend (genauer F2) unserer Kreisliga. Und dann noch mal alle vier Jahre bei einer WM – sehr klassisch also. Da die Saison für unsere Jungs eher eine, nennen wir es mal Lernerfahrung für das Leben war, hatte ich nicht so viel Grund, darüber zu schreiben.

Auch die WM hat mich bisher nicht ganz so mitgerissen, wie es einige ihrer Vorgänger getan haben. Aber gestern (für unsere Nachkommen, die ihr dereinst dieses Blog aus den Überresten des Internets ziehen werdet: ich hab sie gesehen, die Begegnung, von denen ihr noch in den Geschichtsbüchern (oder was immer es dann geben mag) des Fußballs lesen werden, das 7:1 gegen Brasilien) – das war schon etwas ziemliches Geiles. Und lehrreich für die Brut war es ausserdem.

Man lernt beispielsweise:

– Wenn man seine Eltern sehr lieb bittet und die Woche über das Abziehbild des guten Benehmens war, dann haben selbige überhaupt gar keine anderen Wahl, einen bis in die Puppen aufbleiben zu lassen. Und nicht nur das Obst sondern auch die Chips und den Süsskram rauszurücken.

– Je mehr man vorher angibt, desto tiefer der Fall, wenn es dann nicht klappt (nicht wahr, Dante?)

– Auch große Spieler verlieren mal fast zweistellig – genau so wie zum Beispiel eine F2-Jugend *räusper*

– Selbst wenn man weit hinten liegt, man geht auch nach der Pause auf den Platz, gibt sein Bestes und rennt! Auch, wenn es schwer fällt.

– Man hackt nicht alles um was zwei Beine hat und auf dem Platz steht, nur weil man gerade hinten liegt.

– Wahre Männer weinen.

– Echte Champions reiben kein Salz in die Wunde, indem sie andere zusätzlich zu einem Erdrutschsieg noch durch übertriebene Siegesfreude demütigen (vor allem, wenn sie es selbst kaum fassen können). Echte Champions trösten.

– Große Verlierer gratulieren den Siegern, auch wenn sie noch so am Boden zerstört sind.

So sehr ich mich für unsere Mannschaft gefreut habe, so leid mir am Ende die Brasilianer taten und abgesehen von dem wahnsinnigen Ergebnis, finde ich es sehr bemerkenswert, dass sich beide Mannschaften ausnahmslos fair und wie echte Sportler verhalten haben. Ich hoffe sehr, dass auch das in die Analen des Fußball eingehen wird.

Und jetzt: Fiiiiiiiiiinaaaaaaaallllee, oooooohooooooo! Rio, wir kommen! SCHLAND!

Published in: on 9. Juli 2014 at 09:10  Comments (1)  

Wenn die Flüsse aufwärts fließen

Morgens 7:06, irgendwo im Speckgürtel Berlins. Das Handy geht.

„Mama, Mama, als der Bus gekommen ist, ist meine Busfahrkarte mit meinem Portemonaie zufällig auf das Busdach gefallen!“ WTF?

Mutter: „…?“

„Ja, Mama, ich hab Kind Nummer Zwei mit dem Bus in die Schule geschickt, aber jetzt ist meine Karte immer noch auf dem Busdach!“ WTF, Teil II.

„Auf dem Busdach. Das heißt, der Bus fährt jetzt damit spazieren?“

„Neeeeeiiiiiinnnnn, auf dem Busdach, da wo man drunter steht und wartet!“

„Aha. Ich komme.“

Fünf Minuten, einen gezerrten Rückenmuskel und viel Belustigung der Dorfbevölkerung mehr, war das Portemonaie wieder im Besitz von Kind Nummer Eins und Mutter war so gütig, sie wieder zur Schule zu bringen. Das Kind hat in der Zeit versucht, mir zu erklären, wie so eine Geldbörse zufällig auf ein 2,50m hohes, gewölbtes Dach fallen kann. Zu meiner Zeit sind Dinge immer runtergefallen, niemals hoch. Aber wer weiß, was die Jugend von heute alles kann, wozu wir noch zu doof waren.

Published in: on 8. Juli 2014 at 06:43  Comments (4)  

Rückblick Juni 2014

Ich bin spät, ich weiß…darf ich trotzdem noch? Danke.

Gelesen: Die gesamte „Born“-Triologie von, na?, genau, Nora Roberts

Gesungen: „Finale….ooohoooo“ als „meine“ Mädchen es ins Finale geschafft haben.

Gehört: Viele, viele, viele Volleyballteam- und anfeuerungsrufe. Man macht sich ja keinen Kopf, wie einfallsreich kleine Mädchen da sein können…

Gesehen:: Fußball, sehr viel Fußball. Und ein klitzeklein wenig Castle

Getrunken: Relativ viel Mädchen-Bier – passt für mich zum Sport. Ach ja, und trockenen Sekt mit frischen Erdbeeren – sehr gut.

Gegessen: Sehr viel mediterane Happen, so, als wollte man den Sommer herzwingen.

Gekocht: Nicht so gesund wie sonst, der Juni war einfach komplett überfüllt mit Terminen. Aber ich arbeite dran.

Gebacken:
Brote, Brownies, Cookies – das übliche.

Gefreut: Über so vieles. Den zweiten Platz von Kind Nummer Eins. Die durchweg positiven Dinge die Lehrer und Erzieher über Kind Nummer Zwei zu berichten haben. Und eigentlich über das Leben an sich, auch wenn es sehr voll war diesen Monat.

Gelacht: Über die Rafinesse der Kinder doch noch dieses eine Spiel gucken zu dürfen.

Geärgert: Hierüber. Immer noch.

Gerannt: Immer länger, es wird, es wird…

Gekauft: Eine Sonneninsel für den Garten – endlich!

Gespielt: Viel Volleyball.

Gefeiert: Siege, Geburtstage, Tuniere

Gefühlt: Ziemlich unter Strom, aber insgesamt richtig gut

Geknipst:
(fast) jeden Tag für die Aktion „100happydays“ – und es macht immer noch Spaß.

Mehr über den Juni von anderen Leuten wie immer beim Schäfchen.

Published in: on 3. Juli 2014 at 07:19  Schreibe einen Kommentar