Menschen im Allgemeinen und im Besonderen

Das Gute am Leben ist ja, dass es nie langweilig wird (also meins jedenfalls nicht) und das sich alles verändert. Das Schlechte ist, dass sich mit dieser Veränderung auch die Menschen verändern, die uns begleiten.

Ich habe letztens einen Forenbeitrag darüber gelesen, wie schade es ist, wieviele Menschen man in seinem Leben einfach durch die Umstände verliert und wie schwer es ist, neue Freunde hinzuzugewinnen. Erstaunlich viele Menschen haben dem zugestimmt – ich nicht.

Ich finde es im Gegenteil wesentlich einfacher, jetzt neue Bekanntschaften und sogar Freundschaften zu schließen. Zum einen hat man schon einiges erlebt (oder sollte es zumindest haben, sonst hat man sehr viel früher was Grundlegendes falsch gemacht) und hat somit zumindest eine Ahnung bekommen, was wichtig ist im Leben. Vor allem, welche Art Menschen einem nicht gut tun und von wem man sich besser fernhält.

Zum anderen hat man einen sehr starken Anknüpfungspunkt (viele von uns jedenfalls) – die Kinder. Irgendwelche Schulaktivitäten, Musikkonzerte, Theatervorführungen oder Sportveranstaltungen gibt es immer. Wenn man sich auch nur ansatzweise da einbringen will, dann lernt man ganz automatisch neue Menschen kennen. Menschen, die ganz andere Kreise ziehen als man selbst. Mit denen man so nie zusammen gekommen wäre. Meiner Erfahrung nach muss man nur ein ganz klein wenig offen sein, dann ergeben sich daraus ganz wunderbare Bekanntschaften und manchmal werden sogar Freunde draus. Aber fast immer wird man Teil eines wie auch immer gearteten Netzwerkes, von denen man nie genug haben kann. Immer vorausgesetzt, man lässt es zu.

Leider, und das liegt in der Natur der Sache, vernachlässigt man darüber gerne mal seine „alten“ Freunde – was ich sehr schade finde und was auch nicht sein muss, wobei ein Tag zugegebenermassen leider nur 24 Stunden hat und sich es oft schwierig gestaltet Kontakt zu halten. Aber es geht. Wenn man das denn will.

Denn wenn es etwas gibt, was man nicht genug haben kann, dann sind das Menschen im Leben, die einem was bedeuten. Je weniger man davon hat, desto ärmer ist man. Aber auch das ist nur die Meinung einer mittelalten Frau, die sich jetzt mal an ihre alte Telefonliste macht.

Published in: on 8. November 2014 at 08:59  Comments (1)  

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  1. Bei jedem neuen Kalender nehme ich mir vor, allen Geburtstagskindern eine richtige Karte zukommen zu lassen, … einmal pro Monat ein langes Telefonat zu führen, … leider auch nicht immer mit Erfolg. Aber es ist schön zu wissen, dass die richtig echten Freunde es einem nicht krumm nehmen, wenn man sich mal länger nicht meldet – sie tun es ja selber oft auch nicht!


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