Fröhliche Weihnachten!

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs gesegnete und friedliche Weihnachten. Und dass sie das Fest so verbringen mögen, wie sie es sich vorstellen.

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Published in: on 24. Dezember 2014 at 08:04  Comments (2)  

Machs gut, Udo!

Ein Abend, um Udo Jürgens zu hören.

R.I.P. Udo! Und danke für die wundervollen Lieder, die so viel mehr waren als nur eingängige Schlager.

Published in: on 21. Dezember 2014 at 21:25  Schreibe einen Kommentar  

An einem Adventssamstag in Berlin

Noch mal kurz zum Weltrettungsartikel und weil ja allgemein immer mal wieder bemängelt wird, wie unfreundlich alle, speziell „die Jugend“ geworden sei.

Ich war am Samstag in der großen Stadt auf dem Weihnachtsmarkt. Ganz blöde Idee, ich weiß, es war voll und laut, man hat nichts gesehen und Menschenmassen, wohin man sah. Mehr als ich dachte.

Da es überall, wo so extrem viele Menschen sind, Rangeleien gibt, haben Kind Nummer Eins und ich den 8jährigen in die Mitte genommen. Was dummerweise den Pre-Teenager in die Einflugschneise von diversen Jugendlichen um die 15 warf, die ebenfalls vom Bahnsteig wollten und mein Kind anrempelten. Und sich sofort entschuldigten und fragten, ob was passiert sei.

In der Bahn selber hörte man ständig ein „Könnte ich mal“, man ließ Leute erst aussteigen, niemand drängelte.

Auf dem Weihnachtsmarkt war es rappelvoll, aber niemand trat einem auf die Füße oder versuchte 3cm mehr Boden gut zu machen.

Noch nicht mal in den Geschäften drängelte sich jemand vor und wir reden hier von Berlin.

Ich war mehr als nur erstaunt, denn dieser aggresive Unterton, der sonst zur Adventszeit auf Massenveranstaltungen so heimelig zuhause ist – er fehlte dieses Jahr völlig. Was im übrigen nicht nur mir aufgefallen ist sondern anderen auch schon.

Es mag sein, dass das Klima rauer wird, aber immer da, wo das Pendel zur einen Seite ausschlägt, schlägt es immer auch zur anderen Seite aus. Man darf nur nicht nach der Hälfte der Pendelbewegung wegschauen.

Published in: on 16. Dezember 2014 at 22:44  Comments (1)  

100 Tage Challenge für Fortgeschrittene

Ich habe von einem wunderbaren Wichtel einen traumschönen Kalender bekommen. Nun habe ich zusammen mit dem Autor alle unsere Kalender ( es sind ungefähr vier oder fünf) digital synchronisiert, weil wir sonst gar nicht mehr durchkommen. Aber ich will dieses kleine Buch einfach nutzen!

Deswegen ist mir die Idee gekommen, dass ich für jeden einzelnen Tag des Jahres 2015 hinein schreibe, was an dem Tag gut war. Als eine Art Mini-Tagebuch für die schönen Dinge im Leben. So nehme ich ihn jeden Tag in die Hand und erinnere mich daran, was auch am schwärzesten Tag lebenswert ist.

Ob ich das durchhalte? Keine Ahnung, es ist ja kein Wettkampf. Aber ehrlich gesagt fehlen mir meine #100happydays und ich fand sie damals wirklich schön.

Also, auf ein Neues! Und, Melony – vielen lieben Dank für den Anstoß!

Published in: on 11. Dezember 2014 at 10:52  Comments (1)  

Muss nur mal schnell die Welt retten

Wir leben ganz offensichtlich in einer gar schrecklichen Zeit – ISIS, Seuchen, Klimawandel, wachsender Ausländerhass, Kriege, durchdrehende Spinner in globalen Schlüsselpositionen…die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Unzählige Blogs werden nicht müde zu betonen, dass der Wind kälter wird, der Ton rauer und alles ist ganz grauenhaft. Man sollte depressiv werden, wenn man es nicht schon ist.

Aber ist das wirklich so?

Wir leben in Zeiten, in denen es Krieg gibt, ja. Aber es gab immer Krieg. Wir hier leben in einer sehr langen Zeit des Friedens und nicht nur wir, große Teile tun das. Nicht falsch verstehen, jeder Krieg ist einer zuviel. Aber uns hier persönlich geht es einfach mal gut und die wenigsten von uns müssen um ihr Leben fürchten.

Genausowenig wie wir nicht satt werden. Viel zu viele Menschen sterben auch heute noch an Hunger, jeder ist einer zu viel – aber die Zahlen sind nicht etwa steigend, sondern sinkend.

Heute fühlen sich westliche Politiker und viele Westler von Russland wieder bedroht – Leute wie ich haben damals in der Schule ausgerechnet, wie oft man die Welt mit atomaren Sprengköpfen in die Luft sprengen kann und wir waren mehr als einmal nicht wirklich weit davon entfernt.

Es gab Bhopal und Tschernobyl, das Ozonloch und DDT war noch erlaubt – alles Umweltkatastrophen und wir haben sie überlebt.

Damals war, laut vielen Pessimisten das Ende nah, aber wir leben noch. Und wir leben sehr gut.

Also ist alles schön? Nein, natürlich nicht. Aber der Unterschied zwischen damals und heute ist, dass wir durch die sehr vielfältigen Informationsmöglichkeiten viel mehr mitbekommen. Die Präsenz ist einfach eine ganz andere. Die daraus resultierenden Angst und Depression lähmt. Das hilft nicht.

Wenn wir was ändern wollen (so, wie damals eben auch was geändert wurde), dann müssen wir handeln. Das tun wir nicht, in dem wir uns in die Ecke setzen und rumjammern, wie schlimm alles ist. Aber genau das tun viel zu viele Leute im Moment. Anstatt was zu tun, schreiben sie wie schlimm die Welt ist. Das ist einfach.

Wenn ich Stammtischparolen höre, die mir nicht gefallen, dann stehe ich auf und sage was – und schreibe nicht nur nacher drüber, dass ich sie gehört habe und wie kalt Deutschland wieder wird. Wenn ich den Hunger in Südasien oder Afrika nicht ertragen kann, dann engagiere ich mich in Projekten, um zu helfen und lamentiere nicht mit meinem vollem Bauch rum. Wenn mich die Umweltkatastrophen ängstigen, dann gehe ich nicht nett zum Kaffeladen meiner Wahl um mir den zweiten Plastikbecker des Tages mit einem Latte zu kaufen und schreibe dann drüber, dass wir in einer Wegwerfgesellschaft leben.

Quasseln, das war schon immer so, kann jeder. Nicht nur Papier, auch die digitalen Medien sind geduldig. Worte allein ändern nichts, aber sie können im schlimmsten Fall lähmen. Zynismus hat die Welt noch nie gerettet – Engagement und positives Denken aber sehr wohl.

Jeden Tag ein bißchen. Seit jeher und das wird sich in Zukunft auch nicht ändern.

Published in: on 6. Dezember 2014 at 09:39  Comments (2)