Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Lesern und Ihren Lieben (wen immer sie auch dazu zählen mögen) gesegnete und friedliche Weihnachten!

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Published in: on 24. Dezember 2015 at 15:59  Schreibe einen Kommentar  

Dialog des Tages

Kind Nummer Zwei und der Autor gucken einen Film. Plötzlich entfährt es dem Kinde

„WTF?“ Mutter steht Gewehr bei Fuß.

„Was war das?“ Man will es ja wissen, abgewendetes Gesicht beim Autor.

„Ich hab das gar nicht richtig gesagt. Das ist eine Abkürzung. Sowas wie „lol“, also so lollig, Mama, Du weißt schon!“ Lollig, aha.Der Autor kann sich kaum noch halten vor unterdrücktem Lachen und versteckt sich hinter einem Taschentuch.

„Ich weiß das, aber weißt Du auch, was das bedeutet?“ Atemnot beim Autor, wenn ich schon einmal das Fräulein Rottenmeier rauskehre.

„Klar. Das heißt, eh, „What the beep?““ Das knapp neunjährige Kind mit blondem Haar lächelt mich engelsgleich an und wendet sich wieder dem Film zu. Des Autor Schultern beben.

Also, wenn das Kind seine Fähigkeit sich aus schwierigen Situationen zu retten so weiter entwickelt, dann bin ich froh, nicht seine Lehrerin sondern nur seine Mutter zu sein. Wieder was richtig gemacht.

Published in: on 8. Dezember 2015 at 11:02  Comments (2)  

Von Büchern und Bomben

Ich muss doch noch mal vom Dorf in die Welt gehen. Es geht, wie sollte es anders sein, um den Einsatz der Bundeswehr gegen den IS.

Dass das Problem IS hausgemacht ist – geschenkt. Ich glaube, jeder Mensch, der in den letzten 40 Jahren mit offenen Augen durch die Welt gegangen ist, sollte das mittlerweile gemerkt haben. Nur haben wir jetzt den Status Quo. Die Augen verschließen geht leider nicht. Also wollen die einen Panzer und bewaffnete Flugzeuge schicken, die anderen Bücher und Lehrer.

Letzteres hört sich natürlich wesentlich humaner an und es stimmt ja auch, freier Zugang zu Bildung ist der Schlüssel zu einer funktionierenden und gesunden Gesellschaft. Nur ist aber leider der IS nicht dafür bekannt, seinen Kindern Bildung zu ermöglichen. Den Mädchen schon mal gar nicht, die kommen erst gar nicht eine Schule. Kleine Jungs hingegen werden als Kindersoldaten ausgebildet mit der Idee, dass das Bildung genug ist und mehr nur schadet. Lehrer werden auf dem Weg in die Schule systematisch umgebracht. Da hilft es wenig, Stifte, Bücher und Lehrer zu schicken ohne sicher zu stellen, dass sie auch ankommen.

Ich kenne mich ja mit dem Islamischen Staat nun nicht so 100%ig aus, aber ich ahne, dass man in diesem (und allen anderen) Punkten eher nicht verhandeln kann mit seinen politischen Führern.

Das es aber auch nicht hilft, ein Land in Grund und Boden zu bomben, siegreich abzuziehen und es dann seinem Schicksal zu überlassen – dass das nicht klappt, das erfahren wir ja nun gerade ziemlich eindrucksvoll.

Da ich weder die Weisheit mit Löffeln gefressen habe noch weiß, was die Zukunft bringen wird, habe ich auch keinen sicheren Plan in der Tasche. Aber eins weiß ich sicher – weder schwarz noch weiß funktioniert hier. Was wir brauchen, ist ein Mehr-Stufen-Plan und wir brauchen ihn *bevor* wir in wilden Aktionismus ausbrechen. Allerdings würde das auch bedeutet, dass man diskutiert, ohne eine Schere im Kopf zu haben. National wie International. Ohne irgendwelche Parolen zu brüllen, die auf einer Demo in den 80ern und 90ern noch ihre Berechtigung hatten, heute aber eben leider nicht mehr (weil man damals ja nicht auf uns gehört hat. Nu ist es zu spät).

Ab und an mal das Hirn einschalten und die Dinge versuchen von allen Seiten zu betrachten hilft ganz ungemein. Wobei – vielleicht auch nicht. Es verkompliziert die Sache nur und einfache Lösungen fliegen damit auch aus dem Fenster.

Verdammt.

Published in: on 5. Dezember 2015 at 15:47  Schreibe einen Kommentar  

Rückblick November 2015

Gelesen: „Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher. Empfehlung von Kind Nummer Eins. Sie fand es aufbauend. Ich deprimierend.

Gesungen: Alte Rocksongs aus den 60ern und 70ern mitgesungen, performed von der großartigen und sympathischen Band The Comeback

Gesehen: Wir haben die „Grand Designs“-Reihe für uns entdeckt. Die englische Jahresausscheidung sowie den Ableger aus Neuseeland. Total entspannend. Und den „Club der roten Bänder“ – was hab ich geheult.

Getrunken: Sehr leckeren Kaffee aus einer Privatrösterei, trinkbares Bier aus eine kleinen Brauerei und Zitronenlikör, der auch selbst gemacht war. Und heißen Sandorn, mit und ohne Rum.

Gegessen: Wildschwein am Spieß und ein wirklich wunderbares Fühstücksbuffet.

Gekocht: Beef Wellington – sagen wir, es ist noch optimierungswürdig. Dafür habe ich das ThanksGiving-Dinner in Normal und in Glutenfrei fast optimiert. Sieht man vom Cranberry Mold dieses Jahr ab.

Gebacken: Sugarcookies, auf besonderen Wunsch eines einzelenen Herrn,

Gemacht: Das jährliche Paarwochenende mit dem Autor. Dieses Mal auf dem Wasserschloss Mellethin auf Usedom. Sehr zu empfehlen. Im Zuge dessen lange Spaziergänge am Wasser.

Gefreut: Darüber, dass wir genau das tun können.

Gelacht: Mit den Geburstagskindern auf der Geburtstagsparty von Kind Nummer Zwei. Und mit Gästen bei der ThanksGiving-Party.

Gefreiert: Den Geburtstag von Kind Nummer Zwei und ThanksGiving.

Geärgert: Über meine eigenen Doofheit, ein Schild mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung irgendwie übersehen zu haben.

Gesagt: „Ist das schön hier!“

Gekauft: Schuhe, Geburtstagsgeschenke, Weihnachtsgeschenke, Truthähne…

Gespielt: Ab und an Candy Crush, aber nicht viel.

Gesportelt: Neben etwas Pilates hauptsächlich gewalkt und ab und an etwas gelaufen. Nicht der Rede wert.

Gebastelt: Papiersterne mit Kind Nummer Eins, mit Nelken gespickte Orangen mit den Kindern und erstaunlich viel Weihnachtsdeko. ´Tis this time of the year.

Gefühlt: Ein emotionales Auf und Ab mit dem erneuten, aber nicht neuen Erkenntnis, dass man auf seinen Bauch hören sollte.

 

Mehr gibt es wie immer beim Schäfchen.

Published in: on 1. Dezember 2015 at 08:01  Schreibe einen Kommentar