Dialog des Tages

Ich gehe mit einem Glas runter um mir Eis zu holen und sage in das Arbeitszimmer hinein:

„So, sechs Ladungen Wäsche weggeräumt – ich trink jetzt einen Gin!“ Stimme des 9-jährigen vom Computer

„Genau Mama, das hast Du Dir verdient!“

Note to self: An die Erhöhung des Taschengeldes des Kindes nächsten Monat denken.

 

 

Published in: on 22. April 2016 at 20:07  Schreibe einen Kommentar  

Wenn Besonderes zum Alltag wird

Eltern sind ja eine seltsame Spezies. Normalerweise vernunftbegabte Menschen mit einem gesunden Realitätssinn und Weltbild mutieren zu Wesen mit Scheuklappen, wenn es um ihr Kind geht.

Wieviele Kinder nichts, aber auch gar nichts dafür können, vollkommen ungerecht von nichtsnutzigen, völlig inkompenten Pädagogen gemaßregelt zu werden ist unfaßbar. Und noch unfaßbarer ist es, dass die gleichen Pädagogen nicht sehen, wie verzogen, schrecklich und gewalttätig die anderen Kinder doch sind und das eigene Kind hat geschützt zu werden. Und erst die Eltern dieser anderen Brut – die glauben doch tatsächlich, ihre Kinder könnten gar nichts dafür, diese realitätsfernen Gestalten.

Aber vor allem geht es darum, dass das eigene Kind „besonders“ ist. Ich schwöre, der nächste, der mir erklärt, sein Kind könne ja nichts für seine Probleme, weil es ein „besonderes Kind“ sei, den lache ich offen aus. Gleich, nachdem ich einen mittleren Schreikrampf für den Hausgebrauch bekommen habe. Einfach, weil es keine besonders besonderen Kinder gibt. Denn jedes einzelne Kind auf dieser Welt ist „besonders“. Völlig egal, ob es einen IQ von 130 oder einen von 75 hat. Egal ob es behindert oder das fleischgewordenes Musterbeispiel von gesellschaftlich favorisiertem Nachwuchs ist. Ob  ADHS oder die Konzentration selbst. Es ist schnurz. Jedes Kind ist einzigartig und hat als solches gesehen und behandelt zu werden. Rumzurennen und zu behaupten

„Mein Kind ist besonders!“ und zu erwarten, dass alle Welt vor lauter Ehrfurcht ob des Wunders der Evolution erstarrt, würdigt den Rest herab und ist damit unfaßbar respektlos den anderen Kindern und Eltern gegenüber. Es impliziert immer, dass das eigene Kind nach anderen Maßstäben und damit bitte besser behandelt zu werden hat, als andere Kinder, die sich bitteschön dessen bewußt zu sein haben. Ach so, und besondere Kinder sind übrigens nie schuld.

Newsflash: Wir sind hier nicht bei Orwell. Kein Kind verdient mehr Respekt als das andere.  Wahr ist, dass jedes Kind anders ist, es gibt nicht die Allheilmethode, jedes Kind muss als Individuum gesehen werden, mit all seinen Stärken und eben auch Fehlern. Es muß gefördert werden, so wie es seinen ureigensten Bedürfnissen im Guten wie im nicht ganz so Guten entspricht. Das Herauszufinden ist nicht einfach, es kann schmerzhaft aber auch   sehr erhellend sein. Mit Glück hört man dann auf, die Fehler ständig bei den anderen zu suchen. Das wäre doch mal ein Fortschritt.

Auch wenn wir tief in unserem Inneren natürlich trotzdem wissen, dass die wunderbarsten und besten Kinder immer noch die eigenen sind. Logisch.

 

 

Published in: on 15. April 2016 at 08:22  Comments (1)  

Momentaufnahme

Wahres Glück in diesen Tagen, in denen einem alle erklären wollen, wie schlecht es uns geht und wie gefährdet wir alle sind? Wahres Glück ist das, was es immer schon war: Die kleinen Dinge im Leben.

In meinem Fall:

Kind Nummer Zwei, dass mit einem Freund draussen irgendwas spielt, was viel Lachen verursacht. Kind Nummer Eins, dass gerade vom Training kommt und zufrieden oben in ihrem Zimmer ist. Abendessen im Herd, ein Buch in der einen und ein halber GinTonic in der anderen Hand und Sonne, die auf den Sessel scheint.

Ja, ich bin im Grunde ein sehr einfach glücklich zu machender Mensch. Aber vielleicht ist es genau das, was wir alle bräuchten. Dann bräuchte es auch keine Steueroasen mehr.

Published in: on 8. April 2016 at 18:05  Schreibe einen Kommentar  

Rückblick März 2016

Und wieder ein Monat um…

Gelesen: Viele Spielpläne, Karten und andere, sehr unromantische Dinge.

Gesungen: Radiosongs von aktuellen deutschen und polnischen Radiostationen rauf und runter. Ja, ich habe lange im Auto gesessen, diesen Monat.

Gesehen: Viele, viele Kreuze am Wegesrand, Volleyballspiele, die Altstadt von Danzig und die ersten drei StarWars-Filme partiell und unfreiwillig.

Gehört: Vögel am Morgen – viele Vögel am Morgen.

Getrunken: Ich wage es kaum zu sagen – Kümmerling. Und ich weiß jetzt wieder, warum ich sie jahrzehntelang vermieden habe…

Gegessen: Piroggie russki, Hirschsteaks, Saltimbocca, sehr viele Brote….eine Menge unterschiedlicher Dinge waren es.

Gelitten: Als meine Volleyball-Mädchen von einem Idioten rassistisch angemacht wurden.

Gekocht: Viel, aber jetzt nichts, was rausstach.

Gebacken: Eine Oreotorte.

Gefreut: Über den Geburtstag meines Kindes, über ein nettes, schönes und friedliches Osterfest im Kreise der Familie.

Gelacht: Mit den Mädels auf dem Geburtstag von Kind Nummer Eins.

Geärgert: Über grobe Unsportlichkeit und Unfairness

Gekauft: Viel Sportzeug hier und woanders. Erstaunlich, was man alles so braucht.

Gespielt: Dixit – sehr cooles Spiel.

Gefeiert: Ostern, die Geburstage von Kind Nummer Eins und dem Autor.

Gesportelt: sporadisch gelaufen und extensiv passiv mitgevolleyballt.

Gefühlt: Einmal die ganze Palette durch.

Geschrieben: Spielberichte und zuwenig Blogeinträge.

Geknipst: Basketball, Volleyball, Geburtstage – langsam brauch ich wirklich ein anderes Objektiv.

Mehr Rückblicke wie immer beim zauberhaften Schäfchen.

 

Published in: on 1. April 2016 at 19:30  Schreibe einen Kommentar