Internet, Reise

Unendliche Weiten des Netzes – nächstes Dorf rechts

Die Welt des Netzes ist ja sooooooooo klein. Die Tage hatte ich eine gar köstliche Weinprobe österreichischer Weine, am nächsten Morgen werde ich von der Sommeliere (ich find den Strich für das zweite e gerade nicht) und Juniorchefin auf dem Weg zum Frühstück gestoppt

„Frau Possum, sind Sie das Possum, das den Blog hat???“ Oh Gott, hab ich was Böses geschrieben???

„Ehm, jaaaaaaaaaaaaaaa?!“ Defensivtaktik fahren ist immer erst mal gut.

„Also, meine Freundin hat mich gerade angerufen, ob Sie ein Gast von uns sind – das würde alles mit den Einträgen passen und so.“ Puh.

„Jaja, das bin ich, aber ich war lieb und schreib nur, daß es hier in der Jägeralpe wirklich schön ist“ – weil alles andere auch eine schlichte Lüge wäre wie man dieses und die letzten beiden Jahre nachschlagen kann.

Jetzt frag ich mich mal wieder, ob das alles gut oder schlecht ist, daß ich mein Herz auf der Tastatur trage. Und es zeigt, das Netz ist ein Dorf. Was zu beweisen war.

Aber wenn ich ehrlich bin, dann ist es für mein kleines Schreiberlingerherz eine Wohltat, wenn man fern von der Heimat aufs Blog angesprochen und auch noch gelobt wird. Damit entscheide ich mich gerade spontan mal für „gut“. Weitere Lobhuddeleien bitte in meine Mailbox – die ist trotz Urlaub offen. Weit offen.

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Das Paradies versinkt

Heute war unser obligatorischer Schlechtwettertag. Es heute morgen so schneewindig, daß Kind Nummer Eins und Zwei nicht in die Skischule gingen, sondern im Hotel blieben. Gegen Mittag, so hieß es, gegen Mittag würden die Lifte wieder fahren und dann wäre es sinnvoll, wenn zumindest die Große wieder geht, um den Anschluß nicht zu verpassen. Gesagt, bei der Skischule angerufen, wo ihre Gruppe heute zu Mittag isst und gegen halb eins hingefahren. In das Hotel knapp über unserem. Oder besser – hingerutscht.

Dort angekommen, stellte sich raus, daß es dort zwar Skilehrer gab, aber nicht unseren. Und man kam auch gar nicht mehr per Ski da runter und rauf schon mal wieder gar nicht, weil nämlich keine Lifte mehr fuhren. Also beschloß ich, dem Kinde einen Ruhetag zu gönnen, teilte dies dem Possumkindergroßvater mit. Der wackelte mit dem Kopf und meinte, er glaube nicht, daß wir irgendwohin fahren würden. Und er hatte recht, wir hatten uns festgefahren, nix ging mehr.

Nun fahren wir ja nicht ohne Ketten in die Berge. Nur wie man die draufkriegt, das wußten wir leider nicht. Also haben wir den netten jungen Mitarbeiter auf dem Riesenschneeschieber um Hilfe gefragt. Vorarlbergtypisch freundlich sprang er sofort vom riesenorangenen Schieber und half. Oder versuchte es jedenfalls, aber auch er scheiterte an der Gebrauchsanweisung. Also kamen wir auf die Idee, er solle uns die Anhöhe hochziehen. Derweil meine Tochter heulend im Auto sass und der Meinung war, wir würden jetzt hier niiiiiiiiiiiiiieeeeeeee mehr wegkommen. Ich hingegen lag im Schnee unter dem Auto und habe wirklich verzweifelt den Abschlepphaken gesucht. Danach tat das mein Vater und dann noch mal der nette junge Mann. Das Ding war nicht zu finden. Eine Gebrauchsanweisung gab es auch nicht und da es das Auto des Possumbruders ist, wurde der mal eben handytechnisch kontaktiert – was durch ein Wunder noch ging – und klärte uns auf.

Jaaaaaaaaa, so ein tolles neues Auto wie dieses, da würde ein Abschlepphaken nur die Optik stören. Mit der Scheckkarte haben wir unter telefonischer Anweisung eine kleine Öffnung vorn aufgepopelt, dann im Kofferraum nach dem Werkzeug gekramt, dort einen Haken mit Gewinde gefunden, eingedreht und endlich, endlich konnten wir hochgeschleppt werden. Das alles natürlich im Schneesturm – nur damit keine eventuellen romantischen Heimatfilmideen aufkommen. Nachdem ein sehr großzügiges Trinkgeld den Besitzer gewechselt hatte, tasteten wir uns runter in unser Hotel.

In der hoteleigenen Tiefgarage angekommen klingelte dann das Telefon. Der Skilehrer von Kind Nummer Eins war dran. Er entschuldigte sich 1000mal, aber er wäre nicht mehr runtergekommen und die Maus müsse auch nicht kommen, sie würde gar nix verpassen. Das beruhigte mich doch sehr. Eine dreiviertel Stunde vorher wäre diese Erkenntnis aber irgendwie noch viel besser gewesen.

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Deppenaward bitte einmal hier

Ein Forum, das ich mein Stammforum nennen, hat eine nützliche Einrichtung, die sich „Depp des Monats“ nennt. Bis jetzt bin ich immer haarscharf dran vorbeigerauscht. Jetzt nicht mehr, glaube ich. Die Krone werd ich diesmal wohl nicht mehr los. Aber von vorn.

Gestern, ich war wegen akuter Eitelkeit mit Eisfüssen und steifgefrorenen Fingern im Treptower Park unterwegs, geht das Handy und ein sehr aufgebrachter Autor mokierte sich sehr laut und ausführlich darüber, daß ich ganz offensichtlich die Rechnung des Gutachters nicht bezahlt hätte, er hätte schon angerufen, wie peinlich das denn wäre, bitte. Nun war ich aber ganz, ganz sicher, das überwiesen zu haben. Und sogar, daß ich BLZ und Kto-Nummer zweimal überprüft hatte.

Da gestern abend nichts mehr zu regeln war, rief ich also heute morgen bie der Bankhotline an und plusterte mich ohne Ende auf. Die nette Dame an der Hotline meinte dann nach einigem Suchen, jaja, das wäre schon richtig, ab einer bestimmten Summe würde die Bank automatisch blocken. Worauf ich mich echauffierte, daß es soviel nun auch nicht gewesen sei und was sie sich einbilden würden, mir vorzuschreiben, was ich überweisen dürfe und was nicht und was, zum Geier, sie das denn anginge.

Die Dame hörte sich das sehr ruhig an und meinte, das sei schon richtig und niemand wolle mir etwas vorschreiben, aber leider, leider hätte ich nicht derart viel Geld auf meinem Konto und mein Dispo wäre schon weit vor 100.000 Euro ausgeschöpft. Es könne natürlich sein, daß ich einfach Punkt und Komma vertauscht hätte. Das käme schon mal vor. Und genau das wäre ein Grund, warum die Bank sich vorbehalten würde, da zu intervenieren.

Ich habe eine Entschuldigung gemurmelt und das Gespräch sehr hastig beendet. Und mir fest vorgenommen, ab jetzt einfach den Autor unsere Überweisungen machen zu lassen.

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Niveauvolle Abendunterhaltung schwer gemacht

Früher, als man noch drei Programme und gerade mal einen Farbfernseher hatte, da gab es irgenwie immer was zu gucken. Auf irgendeinem Programm lief immer was.

Heute weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr, wieviele Programme ich habe. Ich weiß nur, es sind viele. Und die bin ich gestern alle durchgegangen, als ich auf meiner WiiFit gesteppt habe. In der Hoffnung irgendwas Nettes zu finden, was mich vom monotonen Auf und Ab ablenkt. Es war aussichtslos.

Weder die großen hatten was für mich im Programm, noch die Spartensender – und da rede ich nicht von kulturell wertvollen Sendungen wie die, die auf arte oder 3sat laufen, das ist ja quasi schon Mainstream. Ich rede von EinsExtra oder dem ZDFdoku, tschulligung ZDFneo, Kanal. Aber auch da war nur Depremierendes. Sogar tvgusto war eher langweiliger als meine Mii, die mit einem dümmlichen Grinsen auf dem gezeichneten Gesicht hoch und runter stapfte.

Ich meine, das ist eine Leistung, die man den Fernsehschaffenden erstmal nachmachen muß. Uninteressanter zu sein, als ein Männchen, das ständig das gleiche macht und einen mit pseudofröhlichen Kommentaren anfeuert.

Warum genau will man noch mal meine Fernsehgebühren einstreichen?

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Auf zu neuen Ufern

Es ist ja nicht so, als ob ich sonst nichts zu tun hätte im Leben. Oder mich in den letzten 12 Jahren mal irgendwann gelangweilt habe. Und das letze war ich brauche, ist ein neues Hobby. Eigentlich.

Aber gestern hat mich der Autor in ein neues Projekt gequasselt – und wer ihn einmal reden hat hören, der weiß, warum ich irgendwann einfach gesagt habe, es sei ok, ich mache es, aber er solle bitte aufhören zu reden.

Aber, jetzt bin ich eingeschrieben, ich werde den November mit schreiben verbringen. Und zwar beim National Novel Writing Month – 50,000 Worte in 30 Tagen. Plot egal, schreib einfach. Ok. Dann schreibe ich einfach. Sie werden schon sehen, was sie davon haben.

Und der Autor auch, wenn er nicht nur die Kinder sitten, sondern auch noch – was viel schlimmer ist – Essen kochen muß. Nach drei Tagen Ravioli läßt die Begeisterung der Kinder für die Teigtaschen nämlich merklich nach. Denke ich mal.

Immerhin hab ich schon so was wie eine Idee, was den Plot angeht und muß nicht auch noch Bücher wie „NoPlot? No Problem!“ lesen, sondern kann mich dann am 1.11 direkt mit geschätzten 100.000 anderen Menschen ins Geschehen stürzen.

Also entweder wird mein Blog-November sehr, sehr spärlich dieses Jahr oder ich überziehe ihn mit Frustpostings. Nur schon mal so als Warnung.

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Internet, Life

Das Wort zum Abend

Eben, als wir so auf der Couch einträchtig nebeneinander saßen und ich vor mich hinchattete meinte der Autor nach einem Blick auf den Bildschirm

„Dir ist schon bewußt, daß Du vom ersten Kaffee morgens bis abends, bevor Du ins Bett gehst, mit Frau Lostinabadbook chattest?“

Männer! Das stimmt überhaupt gar nicht.

Zwischendurch telefonieren wir auch.

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12 von 12 im Juni

Meine Damen und Herren,

es ist wieder Zeit mal wieder einen kleinen Einblick in mein Leben mittels 12 von 12 zu gewähren. Diesmal ist viel Natur und wenig Kind Nummer Eins dabei, da sie erst in der Verwahranstalt, dann beim Reiten und dann noch bei der Freundin („Darf ich??? Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitteeeeeeeeeeeeeeeeeeee, bittebittebitte!!) weilte. Das nächste Mal wieder mehr für ihren Fanclub, versprochen!

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Es ist früh am Morgen und der Herr wünschen seine obligatorische Flasche Kakao, um langsam dem Leben begegnen zu können. Er hätte auch einfach noch 15 Minuten im Bett bleiben und seine Mutter schlafen lassen können. Da wir aber nun mal beide wach sind, kann Muttern

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auch ihre ganz persönliche morgendliche Droge neben dem Kaffee checken gehen. Twilighted. Die Schweinegrippe unter den Fanfiction Seiten. Hochinfektiös. Abe immerhin kann Kind Nummer Zwei noch

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hier abgeliefert werden. Dann folgen Stunden der Arbeit und ein kurzes Highlight

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Ich liebe Hochzeiten und alles, was damit zu tun hat!

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Am Nachmittag bot sich dann dieses Bild.

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Dann schien die Sonne und meine Rosen freuten sich.

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Und wenn sich meine Rosen freuen, dann freue ich mich auch.

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Aber dann war die Sonne schon wieder Geschichte und es sah so aus

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Was mein Sohn nicht erschüttern kann. Er macht aus jedem Wetter was.

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und ging das Abendessen jagen.

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derweil sich der Himmel wieder interessant machte.

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Was aber dann auch langsam langweilig wurde, da kann man lieber ins Bett gehen und sich vom Autor zum gefühlten 854.163ten Mal das Lieblingsbuch vorlesen lassen.

So, und ich trink mir jetzt noch ein Glas Weißwein und piecke mal in das Leben all der anderen – ein imposante Liste findet man bei der wunderbaren

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