Frohe Ostern!

Ich wünsche allen Lesern gesegnete Ostern!

Published in: on 20. April 2014 at 08:55  Hinterlasse einen Kommentar  

Challenge accepted

Es gibt da eine neue Mode, die sich Challenges nennt. Die meisten gehen über einen Monat und man muss Dinge tun, die man sonst nicht tut. Sehr en vogue ist im Moment die “Vegan-Challenge” bei der man nicht nur 30 Tage lang vegan leben soll, sondern auch ohne jegliche Kohlehydrate – ehm, ja. Meine Familie würde schon nach vier Tagen eine “Intervention” ausrufen.

Gerne genommen auch Sport-Challenges, wie die “Squat-Challenge” bei der man innerhalb eines Monats einen runden und total straffen JLo-Po kriegen soll. Danke, den hatte ich bereits, ich habe lange dafür gearbeitet, damit ich genau den eben nicht habe.

Dann gibt es noch die Little-Black-Dress-Challenge bei der ich erst dachte, ich dürfte jeden Tag ein kleines Schwarzes tragen, aber es sind doch nur wieder irgendwelche Gymnastikübungen.

Vielleicht merkt man, ich bin kein Freund von Challenges – ich bin weniger die Sprinterin, ich bin eher die Steherin. Ich halte diese “Herausforderungen” für Augenwischerei, aber ich sehe ein, dass es Menschen gibt, die sie sozusagen als “Arschtritt in eine Änderung des Lebensstils” verstehen.

Gut, schön dass wir drüber geredet haben.

Aber dann habe ich heute eine Challenge gesehen, die mir gefallen hat. Nämlich die 100dayshappy-Challenge. Die ist eben etwas länger als 30 Tage und braucht nun wirklich nicht jeden Tag eine irre Zeit. Plus: Man tut es nicht nur für sich selbst sondern zaubert auch anderen im Idealfall ein Lächeln aufs Gesicht.

Ich bin mir noch nicht eins, ob ich das wirklich machen will – Prinzipien und so.

Aber 100 Tage einmal am Tag glücklich sein – das hat schon was. Oder?

Published in: on 14. April 2014 at 15:40  Hinterlasse einen Kommentar  

Du bist, was Du ißt

Ich gebe es zu, ich kann manchmal etwas analfixiert sein, was gutes Essen angeht. Das habe ich mir im Laufe des Lebens so angewöhnt und an der Seite eines Gourmants zu leben, macht die Sache nicht besser, schließlich ist man in solchen Situationen dann ja eher allein auf weiter Flur.

Nun ist es aber auch Tatsache, dass sich Kinder das Verhalten ihrer Eltern abgucken und ich hatte bei jedem Besuch der einen oder anderen FastFood-Kette schwere Bedenken, dass das Pendel zur falschen Richtung ausschlagen könnte. Bis heute abend.

Ich hatte frische Forellen erstanden, die ich mir mit den Kindern teilte. Und wie ich so die Fische für die Brut entgrätete, entspann sich über das gesamte Essen hinweg ein Dialog darüber, warum

- Kind Nummer Eins Forellen nicht gar so sehr mag (“Die sind einfach mal zu mild. Man schmeckt kaum den Fisch.”)

- Kind Nummer Zwei keine Fischstäbchen mag (“Da kann man ja sogar eine Dorade nehmen und in Pomrande tupfen, das schmeckt man gar nicht raus!”)

- Fisch mit Augen und Schwanz besser ist (“Bei dem wo der Kopf und der Schwanz schon ab ist – Mama, das schmeckt so komisch anders.”)

- Und beide eigentlich aber fast allen Fisch essen (“Ausser Lachs, Mama, nein, Lachs ist nicht so mein Ding!”)

Die Mutter sass daneben, beantwortete Fragen, warum Fische Gräten haben, war baff und ärgerte sich schwarz, dieses Gespräch nicht für den auf der Arbeit befindlichen Autor aufgezeichnet zu haben. Der dann heute abend doch keine Forelle bekommt, weil die Nachkommen wirklich restlos alles aufgegessen haben – noch nicht mal die Katze hat was abbekommen.

Ich würde sagen: Mutter: 2, Daddy: 0.

Dummdidumm.

Published in: on 8. April 2014 at 19:32  Kommentare (1)  

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne

Man soll ja die Premieren feiern, wie sie fallen, auch wenn sie ein Ende bedeuten. Deswegen mache ich jetzt mal sehr unbescheiden Eigenwerbung für den Podcast der wunderbaren Serienjunkies, in dem ich zusammen mit AwesomeArnd und Felix noch mal über How I Met Your Mother reden durfte.

Zu finden ist das Werk hier.

Ich hoffe man merkt, wieviel Spass wir bei der Aufnahme hatten.

Published in: on 3. April 2014 at 06:33  Kommentare (3)  

Altwerden am praktischen Beispiel

Ich werde alt. Gut, das ist jetzt Nichts neues, aber mir ist es am Wochenende mal wieder aufgefallen.

Ich mußte am Freitag hoch an die Nordsee, mit einem Schlenker über Hamburg, und ich ertappte mich dabei, dass mich dieser Schlenker wurmte. Große Stadt, kenn mich nicht aus, muss das auch noch sein, die lange Fahrt reicht doch….hmpf!

Bis mir irgendwann einfiel, dass es Zeiten gab in meinem Leben, da bin ich mal eben nach Paris gefahren. Mit einem kleinen, alten Auto ohne Navigationsgerät und noch weniger Ortskenntnissen. Und es hat mir so gar nichts ausgemacht.

Wann ist mir eigentlich diese Lockerheit abhanden gekommen? Ich hätte die bitte gerne wieder. Ich glaub, ich mach mich mal auf die Suche…

Published in: on 31. März 2014 at 16:11  Kommentare (1)  

Machen wir es uns doch einfach mal einfach

In einem meiner Foren ging heute ein Link von einem Podcast herum, in dem es um Pasta und dessen Kohlenhydratgehalt ging. Der Podcast hat den schönen Namen “Einfach Gesund & Schlank”. Abgesehen davon, dass die armen Nudeln extrem einseitig vorgestellt wurden und so reineweg gar nichts zu deren Fähigkeit der Sättigung gesagt wurde, ging mir schon beim Anblick des Plakates genau eines durch den Kopf:

“ARGH!”

Genau solche Slogans sind schuld, warum so viele durchaus ambitionierte Menschen schon den Versuch einer gesunden Ernährung innerhalb der Wochenfrist abbrechen. Denn “Einfach Gesund und Schlank” ist Schwachsinn.

Einfach ist es, in den Supermarkt zu gehen, sich Fertig- oder Halbfertigprodukte zu kaufen und diese zuhause aufzuwärmen, ohne auch nur einmal auf die Inhaltsstoffe geschaut zu haben. Frisches Gemüse muß man putzen und schneiden – was schon mal wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt und auch “komplizierter” ist, als eine Packung aufzureissen. Dieses “Einfach” halte ich für die Mogelpackung schlechthin. Warum um alles in der Welt, müssen durchaus gute Ansätze sich mit dem Prädikat “Einfach” selbst Lügen strafen.

In der heutigen Zeit ist es nicht mehr einfach, gemessen an den Alternativen, sich gesund zu ernähren. Warum ist keiner der Gesundheitsapostel, der selbst ernannten, einfach mal so ehrlich und sagt:”Jo, es dauert länger. Und komplizierter ist es auch. Aber verflucht noch mal, Eure Gesundheit sollte es Euch wert sein.”

Könnte daran liegen, dass sich der tolle Ansatz dann nicht mehr so gut verkaufen läßt. Oder in diesem Fall auf der Bühne verbraten läßt.

Fakt ist, es ist wesentlich schwerer, sich gesund als ungesund zu ernähren – wäre es andersherum, hätten die meisten von uns viele Probleme nicht. Von schlank rede ich schon gar nicht – einfach schlank ist quasi das Hohngelächter ins Gesicht der Koalition der Abnehmwilligen, aber Schwachen. Ist ja einfach, schlank zu werden. Du bist nur zu doof dazu.

Vielleicht ist das ja meine Marktlücke, ich mache einfach ein Programm mit dem Namen “Schlank durch gesunde Ernährung – zeitaufwendig, ziemlich schwer, aber effektiv!” Würde wahrscheinlich zumindest bei mir wirken, weil ich pleite wäre und mir sowieso nur noch Frühlingssalat von frisch gesammelten Wiesenkräutern leisten könnte. Ohne Dressing.

Published in: on 26. März 2014 at 14:44  Kommentare (3)  

Meinen Salat den will ich aber

Ich muss was verpasst haben. Entweder unsere Kinder werden sehr vernünftig oder wir haben was richtig gemacht, wobei ich damit nicht mich und den Autor alleine meine, sondern auch die Eltern um uns herum.

Ich war ja mit Kind Nummer Eins, fünf ihrer Freundinnen und Frau Lostinabadbook zum Geburtagsdinner in einer bekannten Steakhauskette. Dort durften sie auswählen aus verschiedenen Kinder-Gerichten und Getränken. Die Mädchen schauten also auf die Karte und eine meinte dann

“Ehm, ob wir vorweg einen Salat haben dürften? Das macht sich immer so gut”

Ich gucke Frau Lostinabadbook an, Frau Lostinabadbook guckt mich an. Alle Mädchen schauten mich an erwartungsvoll an.

“Warum machen wir das nicht so, ich hole Euch Salat, stelle ihn in die Mitte und ihr teilt Euch dann die Teller? Machen Frau Lostinabadbook und ich auch so.” In der Annahme, dass das die Hälfte übrigbleibt, sobald die Pommes mit dem Fleisch auf den Tisch kommen. Allgemeine Zustimmung.

So bauten wir also zwei große, identische Salate und stellten sie zwischen die Mädchen hin, in der Erwartung gleich noch relativ viel Grünfutter zu uns zu nehmen.

Zeitsprung, wir schreiben das Ende des Essens. Alles ist aufgegessen. Inklusive der Rohkost, die durchaus nicht nur als schneller Snack sondern auch während des Hauptgangs gegessen wurde.

Ich gebe zu, ich war baff – alle sechs Kinder haben sich gütlich getan, keines hat gesagt “Iiiiih, Salat esse ich aber nicht!”
Ich war nur beruhigt, dass das Eis genauso schnell weg war.

Kein Grund also, sich Sorgen zu machen.

Published in: on 20. März 2014 at 08:29  Hinterlasse einen Kommentar  

Nochmal Fasten – dieses Mal richtig rum

Und ein kleiner Nachtrag: Meine Tochter erklärte mir nämlich, dass sie jetzt beschlossen hätte, Schokolade zu fasten, wenn ihre Mutter das schon nicht ordentlich hinbekommen würde.

“Mama, ich faste jetzt bis Ostern Schokolade.” Oh. Schön.

“Oh. Schön.”

“Und weißt Du, was das Beste daran ist?” Nein, keine Ahnung.

“Nein, was ist das Beste daran?”

“Dass Sonntags sowas wie ein Feiertag ist und man dann Schokolade essen kann!”

Irgendjemand sollte mit dem Kind noch mal über die Grundsätze des Fastens gehen. Ich bin es nicht.

Published in: on 13. März 2014 at 19:56  Kommentare (2)  

Andersrum fasten – die etwas andere Challenge

Ups, schon wieder ein Jahr um. Die letzten Jahre habe ich ja mein eigenes Sieben Wochen ohne gemacht, dieses Jahr war mir so gar nicht danach und ich wollte aussetzen.

Bis mir immer mehr Menschen untergekommen sind, die verzichten wollen – auf Kaffee, auf Süssigkeiten, auf Fleisch, auf Essen allgemein, Alk, auf Computerzeit….all das, was man so landläufig kennt. Gerne verpackt in das schöne, neue Wort “Challenge”, was viel cooler klingt als “Fastenzeit” und es hat auch nicht den ganzen religiösen Ballast. Dafür hat es zwar oft einen ideologischen, aber hey, einen Tod muss man schließlich sterben.

Aber ich schweife ab. Ich habe mich gefragt, warum wir alle verzichten wollen. Wofür? Was ist der Sinn dahinter? Bei den allermeisten Menschen steckt heutzutage die Idee dahinter, dass nach dem Verzicht das Leben besser, leichter, bewußter und einfach schöner ist.

Das kann ich gut verstehen. Aber ist Verzicht wirklich der Königsweg? Mir Dinge zu versagen, damit ich merke, wie schön das Leben auch ohne sein kann? Ihren Wert zu erkennen? Ich weiß nicht – ich erkenne den Wert von Kaffee jeden Morgen an, wenn er mich wach macht. Mir selbst zu beweisen, dass ich auch ohne kann? Ich war zweimal schwanger, ich weiß, dass ich ohne sehr vieles kann, wenn ich denn muß und will – glücklicher hat mich zumindest diese Tatsache nicht gemacht, eher im Gegenteil.

Zumindest für mich kann das der Weg nicht sein. Ich will nicht verzichten, um meine Lebensqualität zu steigern – ich persönlich halte das für ziemlichen Schwachsinn, der von Leuten propagiert wird, die ihre Ideen und damit ihre Bücher, Kurse und sonstiges Zubehör verkaufen wollen. Also hab ich mir, nur um schwierig zu sein, ganz ohne den Kauf auch nur eines Buches, folgendes vorgenommen:

Nicht weniger essen – aber mit mehr Genuß.

Nicht mehr Sport machen – aber viel häufiger das Rad oder Schusters Rappen nehmen und die kostenlose Vitamin D-Aufnahme genießen.

Nicht weniger arbeiten – aber mit mehr Struktur dahinter.

Nicht mehr Zeit für die Kinder – aber mehr Qualität in die Zeit mit ihnen einbringen.

Nicht weniger Zeit am Rechner – aber sie für sinnvollere Dinge nutzen.

Nicht mehr Zeit für mich – aber die vorhandene intensiver genießen.

Damit hoffe ich den Stress zu vermeiden, den ich mir mit einem selbstauferlegten Verzicht mache würde. Auch wenn das natürlich lange nicht so cool ist, wird der Verzicht auf irgendwas mittlerweile ja als Wert an sich gehandelt. Das ist er für mich aber nicht. Er ist nur ein Vehikel, um an mehr Lebensqualität zu kommen. Aber es gibt noch soviele andere Wege, die vielleicht nicht so offensichtlich sind. Oder nicht so einfach zu befolgen. Die aber auch zum Ziel führen.

Es ist doch so, wie mit allem im Leben – es gibt nicht den Königsweg. Meinen hab ich noch nicht wirklich gefunden, aber ich weiß, welche Wege ich nicht mehr einschlagen muss, weil sie bei mir einfach nicht funktionieren.

Also frisch aufgemacht, einen neuen Pfad beschritten. Ich nehme mir jetzt meine zweite Tasse Kaffee, mummele mich ein und inspiziere meinen Garten im Nebel. Und überlege mir, was ich mir heute mittag Schönes zu Essen gönne. Ganz ohne jegliche Schere im Kopf.

Schließlich beginnt jeder lange Weg mit dem ersten Schritt.

Published in: on 7. März 2014 at 07:52  Kommentare (2)  

Das bißchen Haushalt – Episode frachmichdiewievielte

Es gibt Diskussionen, die scheinen in sehr vielen Haushalten immer wieder aufs Neue statt zu finden. Die ewige Hausarbeit ist so eine. Bei uns läuft das in etwa so ab:

Mutter regt sich auf, dass zu wenig geholfen wird, es bessert sich für einen Monat, flacht einen weiteren ab, nach dem vierten bis fünften Monat rastet Mutter erneut aus, alle zeigen sich reuig, es bessert sich für einen Monat undsoweiterundsofort.

Wir waren hier vor dem Wochenende auf dem Status “Mutter wird laut und droht mit Familienkonferenz”. Vielleicht war das der Trick – denn als die heute tatsächlich stattfand, bekam ich erstaunlich durchdachte Vorschläge geliefert. Gut, nicht alle waren unbedingt umsetzbar, sowas wie

“Eine Cleaninglady, die jeden Tag kommt und putzt. Auch mein Zimmer, weil eigentlich mag ich es ja aufgeräumt.”

Andere hingegen sind durchsetzbar. So hat sich Kind Nummer Eins direkt an ein Organigramm Plakat gesetzt, damit jeder weiß, wann er mit was dran ist, über die Farben der Zeigewäscheklammern wurde nur sehr kurz gestritten. Denn es ist wichtig, dass für jeden sichtbar angezeigt ist, wer wofür zuständig ist, sagt mein Sohn. Er hat glaubwürdig versichert, dass er es sonst einfach “vergißt” und das könne ja keiner wollen.

Gut. Dann werden wir mal sehen, ob es dieses Mal länger gut geht. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Published in: on 3. März 2014 at 20:53  Hinterlasse einen Kommentar  
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