Rückblick Juli 2015

Gelesen: “Nachkriegskinder”
“Du musst wandern” Andrack
und die ersten beiden Bücher der Cold Fury Novel

Gesungen: Die 80er rauf und runter in meiner erklärten spanischen Lieblingsbar

Gesehen: “Das schönste Brautkleid” – unsagbar schlecht, aber hohes Suchpotential
“HIMYM” – die letzte Staffel auf Deutsch
“Kessler ist…” – wunderbar
und diverse andere Dinge, die ich sonst nie sehe, aber die Siesta ist lang in Spanien:-)

Getrunken: Wein, Gin-Tonic und zuviel Limonade auf Eis

Gegessen: Dorade, spanische Kroketten, sehr viel Salat und noch mehr geröstete Maiskörner

Gekocht: Was der spanische Markt so her gab

Gebacken: Cookies, das übliche halt

Gemacht: Urlaub mit den Kindern in Spanien, der Autor hielt zuhause die Stellung

Gefreut: Über zwei großartige Zeugnisse

Gelacht: viel mit den Kindern & alten Bekannten

Geärgert: über die seltsamen Wege der Airlines dieser Welt, fliegengroße Mücken und Trilliarden von Ameisen

Gesagt: “Irgendwo auf der Welt ist immer 17 uhr”

Gekauft: Vieles auf diversen Ständen

Gespielt:
MauMau, Mensch ärgere dich nicht, Kniffel

Gefeiert: Filius’ Geburtstag

Gesportelt: Zu Hause genau gar nichts wegen langanhaltendem Steissaua, im Urlaub jeden Tag im Pool mehrere Male. Aber Spooooooooort…..

Gefühlt: Freude, Dankbarkeit, Trauer

Geknipst: Fotos von der Abschiedsfeier von Kind Nummer Eins und einiges an Urlaubsbildern

Mehr gibt es wie immer beim Schäfchen...

Published in: on 31. Juli 2015 at 17:39  Hinterlasse einen Kommentar  

Zitat des Tages

Die Kinder und ich hören gerade Musik und es ertönt “The Final Countdown” und Mutter singt mit. Kommentar Kind Nummer Eins

“Oh, sooooo alt ist das Lied schon? Hm. Hätte ich jetzt nicht gedacht.”

Note to self: Termin mit dem Notar zwecks Enterbung machen.

Published in: on 24. Juli 2015 at 18:02  Comments (1)  

Vom Recht, undankbar zu sein

Ich bin im Moment ein wenig langsam, die Hitze macht ich träge, daher brauchte ich einen Tag, um mich ordentlich über die Reaktionen aufregen zu können, die Frau Lierhaus mit ihrem Interview hervorgerufen hat.

Zum Verständnis: Die Frau ist durch die Hölle gegangen. Sie stand vor der Entscheidung Tod oder Leben, hat sich für eine OP entschieden und hat sich durch die Kunst der Ärzte und Therapeuten, einem grandiosen Umfeld und einer schier unmenschlichen Willenskraft und Disziplin wieder ein Leben erkämpft. Jetzt spricht sie darüber, aber anstatt brav und demütig dankbar zu sein, ist die Frau renitent. Sie sagt, dass nicht nicht zufrieden ist mit ihrem Leben und dass sie diese OP mit dem Wissen von heute wahrscheinlich nicht noch mal wollen würde.

Schon schwappen die Wellen hoch. Sie hat gefälligst dankbar zu sein, dass sie überlebt hat, wie so viele andere auch. Sie sei priviligiert und habe sich verflucht noch mal auch wie eine Vorzeige-Kranke zu verhalten. So. Nämlich. Das sei sie vor allem ihren Leidensgefährten schuldig.

WTF?

Nur weil sie prominent *und* mehr als nur ein Handicap hat, darf sie nicht sagen, was sie will? Ihr wird Undankbarkeit vorgeworfen, dass sie nicht Dinge sagt wie „Ach, es geht schon, ich bin ja schon glücklich, dass ich am Leben bin.“ Und zwar bitte auch, wenn sie sich nicht so fühlt. Damit sie es allen anderen Menschen mit Beeinträchtigung leichter macht. Damit sie die Bewunderung von uns Nicht-Behinderten auf sich zieht. Denn wir Normalos wollen schließlich nicht hören, dass ein Mensch, der so sehr kämpft, an sich und dem Leben zweifelt. Wir wie auch die Behindertenverbände möchten bitte gerne Vorzeige-Kämpferin haben, die wir bei Bedarf rauskramen können und die auf Knopfdruck das sagen, was man von Ihnen erwartet.

Um eines ganz klar zu sagen: Jeder Mensch mit Handicap oder einer Krankheit, der den Kampf auf sich nimmt und sich ins Leben zurück erobert, hat den höchste Respekt verdient. Jeder. Dieser Respekt darf aber nicht an unpopulären Meinungsäußerungen halt machen. Es gibt genau einen Menschen, der die Situation genau so mitgemacht hat wie Frau Lierhaus und das ist sie selbst. Deswegen steht auch nur ihr selbst zu, darüber zu urteilen, ob sie es rückblickend richtig gemacht hat oder nicht. Eventuell noch ihrem engsten Umfeld, aber das ist ihre Entscheidung. Nur, weil es Tausende Menschen mit Einschränkungen aufgrund eines Aneurysma gibt, die froh sind dort zu sein, wo sie jetzt sind, muss nicht jeder Betroffene so fühlen. Niemals hat sie gesagt, dass sie für andere spricht, sie redet immer nur von sich selbst, ihrer Entscheidung sowie ihrem Empfinden. Aber das darf sie anscheinend nicht. So als promimente Behinderte (uhoh, jetzt wird das Possum auch noch politisch unkorrekt). Was ein grandioser Schwachsinn.

Den „Bärendienst“, der im Zeit-Online-Blog kolpotiert wurde, den erweisen sich Behindertenverbände und Kritiker sehr gut selbst. Menschen mit Handycap, mit Einschränkungen, mit Behinderungen haben genau so ein Recht sich frei zu äussern, wie jeder andere Mensch auch. Ohne dass sie sich ständig einer Rolle bewußt sein müssen, die sie einnehmen. Die Tatsache, dass man das überhaupt rausstellen muss, ist beschämend an sich.

Denn erst, wenn sie genau das „dürfen“, dann werden sie wirklich als gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft angesehen. Ein Ziel, von dem wir anscheinend noch sehr weit entfernt sind, sieht man die jetzige Diskussion.

Da gibt es noch sehr viel zu tun.

Published in: on 21. Juli 2015 at 17:55  Comments (7)  

Kleider machen Diskussionen

Als angeheiratete Amerikanerin werde ich ja immer wieder mit (Vor-)Urteilen konfrontiert. Gerne auch mit dem, dass alle Amerikaner ja so entsetzlich prüde seien. Das Vorurteil selbst werd ich jetzt mal nicht auseinander nehmen, das hat der Autor hier viel besser getan, als ich es je könnte – auch wenn ich im Gegensatz zu ihm nicht der Meinung bin, dass diese Meinung ausstirbt.

Wie ich drauf komme? Nun, in Baden-Würtenberg und Brandenburg wurde Mädchen verboten in Hotpans und knappen Shirts zur Schule zu kommen. Was sogar rechtlich machbar ist, wenn die Kleidung den Schulfrieden stört.

Nun stellt sich mir allerdings die Frage, was genau an Kleidung den Schulfrieden stören kann. Schreit Kleidung laut im Unterricht? Wirft sie mit Linealen um sich? Gibt sie freche und destruktive Antworten? Legt sie Furzkissen auf den Lehrerstuhl? Mitnichten. Sie stört die Aufmerksamkeit der Jungs (sagen die Direktoren) und des Lehrpersonals. Sie lenkt sie ab. Im schlimmsten Fall verleitet sie sogar dazu, vielleicht mal hinzugreifen, wo man nicht hingreifen sollte. Das geht nicht. Natürlich nicht. Also Mädels, zieht Euch gefälligst ordentlich an, damit ihr nicht die Schulfrieden und das Moralempfinden des Lehrpersonals stört. Hier habt ihr ein Shirt. Wenn ihr nicht belästigt werden wollt, dann ändert euer Verhalten. Es ist nur zu Eurem Besten.

Zeitsprung, Ende der 80er des letzten Jahrhunderts. Das junge Possum war wild und rebellisch und der Madonna-Style gefiel ihm sehr. Ich hatte mehr Miniröcke, Netzstrumpfhosen, Makeup und Haarspray zuhause als eine durschnittliche Kaufhof-Filiale im Angebot. So bin ich rausgegangen, wann immer ich Lust dazu hatte. Ich erinnere mich noch sehr genau, dass mir in der Zeit oft von moralisch einwandfrei gekleideten Menschen mit dem Brustton der Überzeugung erklärt wurde, dass, sollte ich je vergewaltigt werden, ich selbst schuld wäre und man würde dann keinerlei Mitleid mit mir haben. Das ist jetzt 25 Jahre her.

Geändert hat sich leider nur, dass wir mittlerweile Wörter für solche Aussagen haben: Victim Blaming und Rape Culture. An der Tatsache, dass Mädchen und Frauen selbst schuld sind, wenn andere Menschen sich zu Übergriffen verbaler oder tätlicher Natur hinreissen lassen wurde eisern festgehalten. Ich hab es damals nicht verstanden und verstehe es heute nicht. Und in diesem Leben will und werde ich diese Sichtweise auch nicht mehr verstehen.

Natürlich, so offen sagt das das keiner mehr. Heute ist man etwas subtiler – aber dieser Unterton schwingt in jedem “Müssen die sich wirklich so anziehen, dass man alles sieht?” mit. Das eigene Moral- und Ästhetikempfinden wird malträtiert. Man will sich sowas nicht ansehen. Das ist schließlich eine Zumutung.

Mein revolutionärer Rat – guckt weg. Ich kann Männer mit Socken in den Sandalen nicht ausstehen. Ich kriege die Krise bei Hipstern mit Bärten im Gesicht und grauer Wollsocke auf dem Kopf, diese bunten Muster überall machen mich aggro und ich oute mich mal, ich hasse es, wenn ich die sprießenden Achsel- und Schamhaare anderer Menschen aus Achseln, Badeanzügen und Badehosen herausquellen sehe. Na und? Das ist mein ureigenstes Problem. Niemand zwingt mich, hinzusehen. Dann fixiert man einen Punkt knapp neben dem Kopf der betroffenen Person und gut ist es. Problem gelöst. Allerdings stehe ich jedem Achselhaarlangträger sofort bei, sollte jemand auf die Idee kommen, dass die Menschheit bitte ihr Körperhaar nur noch rasiert oder zumindest gestutzt zu tragen habe oder er ist zum verbalen Abschuß freigegeben.

Was natürlich nicht bedeutet, dass man mit den Mädels nicht reden muss. Sie fragen, warum sie soviel zeigen, was genau dahinter steckt. Unsicherheit, Pubertät, Gruppendruck, Rebellion, Ausdruck ihrer Selbst oder alles zusammen. Oder gar nichts von dem. Man sollte ihnen aufzeigen, wie sie auf andere wirken und ihnen dann die Wahl lassen, wie sie rumlaufen wollen. Wie jeder anderen Bevölderungsgruppe auch. Zu diesem Gespräch gehört dann im übrigen eine sehr klare und deutliche Ansage, dass sie nicht schuld sind, wenn jemand übergriffig wird. Punkt. Ohne Wenn. Ohne Aber. Jemand, der seine/ihre Hände nicht bei sich behalten und seinen/ihren Mund nicht halten kann ist der Aggressor und nicht die/derjenige, die sich einfach nur kleiden, wie sie wollen.

Im übrigen meinte der Amerikaner im Haushalt, als er von den T-Shirts hörte, er wolle nie wieder was über Texas und die prüden Amis hören. Recht hat er. Wer im Glashaus sitzt, sollte mit Steinen sehr, sehr vorsichtig sein.

Published in: on 10. Juli 2015 at 07:50  Comments (3)  

Hellas-Versteher unter sich

Es ist mal wieder Zeit für die Welt da draussen. Ich hab lange überlegt, ob ich überhaupt was zu Griechenland schreiben soll oder ob man da nur verlieren kann. Zu festgefahren die Meinungen, zu hochgekocht die Emotionen. Aber einige Äußerungen meiner meist deutschen Mitbürger werden gebetsmühlenartig runtergerattert, dass man tatsächlich einen solchen Artikel auf Halde legen könnte und nur noch die Akteure per Bot ändern lässt.

1. Griechenland wird von der Europäischen Union ungerecht behandelt.

Nein – Griechenland behandelt die Griechen selbst ungerecht. Korruption kommt in allen Ländern vor, machen wir uns mal bitte nichts vor. Aber wenn man konsequent keine Steuern eintreibt – und schon gar nicht von der Geldelite des Landes – dann darf man sich nicht wundern, wenn die Staatskasse mehr oder minder den Bach runtergeht. Wenn man sich nicht minderkonsequent sämtlichen Reformen verweigert oder wenn sie sich gar nicht mehr umgehen lassen nur bei den Schwächsten der Gesellschaft ansetzt, dann kann man keine Hilfen erwarten, die nicht an Bedingungen geknüpft sind. Wenn die Europäische Union jetzt weiter nachgibt, dann wird tatsächlich jemand sehr ungerecht behandelt und zwar die Spanier und die Portugiesen. Länder, in denen es potentiell nicht so wirklich besser aussieht, aber die Reformen angestossen haben. Und zwar welche, die bösartig weh tun und die von ihren Bürgern sehr, sehr viel abverlangen. Die sich aber in der Hoffnung auf bessere Zeiten durchbeissen, auch weil sie wissen, dass besagte Reformen dringend notwendig sind um langfristig ohne Hilfen zu überleben. Das verdient höchsten Respekt und jede Hilfe, die sie bekommen können.

2. Die Griechen sollen selbst entscheiden.

Ja, bin ich auch voll für. An sich finde ich es sehr interessant, dass Politiker in anderen Ländern ihren Bürgern mehr zutrauen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen als die in Deutschland. Unsere wissen schon warum sie diese Art von Volkswillen lieber mal nicht wollen. Von daher eine an sich ersteinmal honorable Entscheidung. Aber: Schon der Ansatz war eine Farce – denn es wurde über etwas entschieden, was eigentlich gar nicht mehr zur Debatte stand. Der Zeitpunkt der Abstimmung lag deutlich hinter dem Auslaufen des Angebotes. Die griechische Regierung hat also etwas zur Abstimmung gestellt, was gar nicht mehr in ihrer Hand lag. Es wäre sehr, sehr interessant geworden, was passiert wäre, hätten die Griechen mit Ja gestimmt – damit wäre die Europäische Union sehr unter Druck geraten. Nun hält sich mein Mitleid für die Legislative der Europäische Union in engumrissene Grenzen, ich habe nur was gegen Erpressung. Aber zu der kam es ja nicht, Griechenland hat entschieden. Die Menschen dort wollen kein weiteres Rettungspaket zu den Bedingungen, die Ihnen gestellt wurden. Das ist eine völlig legitime Sichtweise und vollkommen zu respektieren. Haben die Griechen nun ein Recht darauf, dass jetzt neu verhandelt wird? Dass sie jetzt andere Bedingungen bekommen? Genau hier gehen die Meinungen auseinander. Meine ist ein klares: Nein. Für mich hat dieses Verhalten was von dem eines Kindes: Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Übersetzt: Wir wollen Euer Geld aber ihr dürft uns nicht sagen, was wir tun sollen, damit wir es Euch zurück zahlen können. Das wäre dann noch diskutabel, wenn es Hoffnung gäbe, dass dies geschehen würde. Die gibt es im jetztigen System aber nicht. So, wie Griechenland das Recht hat, Bedingungen nicht anzunehmen, hat die Europäische Union das Recht, Geld eben nicht zu zahlen, wenn bestimmte Bedingungen nicht eingehalten werden. So einfach ist das.

3. Die internationale und vor allem deutsche Presse ist tendentiös und böse.

Das Totschlagument, das bei jedem, aber auch jedem politischen Event von der einen oder anderen Seite rausgekramt wird. Ob es nun von Pegida, kommunistischen Genossen oder allem dazwischen benutzt wird, ist dabei egal. Es wird dadurch nicht richtig. Natürlich ist “die Presse” niemals neutral – einfach aus dem Grund, weil es “die Presse” oder gar “die Medien” nicht gibt. Was es gibt ist eine schier unglaubliche Menge an Informationen, die durch stetig wachsende Anzahl von Kanälen veröffentlicht werden. Das ist gut so, denn jeder, der sich wirklich umfassend informieren will und die Zeit dazu hat, der kann das heutzutage tun. Klar im Vorteil ist man, wenn man noch eine Fremdsprache spricht, aber auch so funktioniert es ziemich gut. Es liegt also nicht “an den Medien”, wenn die eigene Meinung nicht genug in der Presse vertreten ist. Es liegt m.E. daran, dass man selbst sehr selektiv mit seinen Medien umgeht. Nämlich denen, denen man sich am nächsten fühlt. Auf die und deren Argumente lässt man sich am ehesten ein und macht damit das, was man den jeweils anderen vorwirft. Oder glaubt irgendwer ernsthaft, dass sich ein griechisches Boulevardblatt anders verhält als ein deutsches? Dass ein Artikel, der von einem eher konservativen Wirtschaftsexperten geschrieben ist, weniger tendentiöse Elemente enthält als der von einem eher sehr liberalem oder sozialdemokratischen? Wer das denkt, der sollte zurück in die sechste Klasse einer beliebgen Grundschule (in anderen Bundesländern weiterführenden Schule) gehen und den Bereich “Medien” im Fach Politische Bildung nochmals belegen. Da wird die Sache mit der “Meinungsbildung durch die Presse” noch mal sehr genau erklärt.

Ich habe genausoviel Ahnung, wie es weitergehen wird wie jeder andere auf diesem Planeten. Aber zwei Dinge weiß ich mit Sicherheit: 1. Die Welt wird durch das “Nein” der Griechen nicht untergehen. 2. Es war mit Sicherheit nicht die letzte Diskussion, die genau so und nicht anders geführt werden wird.

Published in: on 6. Juli 2015 at 08:21  Comments (7)  

Independance Day

To all my American friends and relatives out there:

Happy 4th of July!!!

Published in: on 4. Juli 2015 at 10:38  Comments (1)  

Kameras auch im Wandel der Zeit

Kind Nummer Eins hatte irgendwann mal eine Einmal-Unterwasserkamera geschenkt bekommen und damit irgendwelche Photos gemacht. Kind Nummer Zwei spielte gerade damit rum.

“Mama, kannst Du mal die Photos runterholen und speichern, damit ich sie löschen und neue Photos machen kann?”

Eh, nein.

“Nein, das geht nicht, das ist keine digitale Kamera, da ist ein Film drin, die müssen wir zum entwickeln bringen.” Kind dreht und wendet das Gehäuse.

“Wie? Entwickeln? Versteh ich nicht?” Ohje.

“Naja, da ist so eine schwarze Rolle drin, die ist jetzt mit Photos belichtet und die muss in einem sehr dunklen Raum ausgepackt und behandelt werden. Und dann bekommt man Photos auf Papier.” Stirnrunzeln.

“Mama, das hat aber keine Zukunft. Das ist sehr unpraktisch.”

Womit das Kind eindeutig recht hat.

Published in: on 30. Juni 2015 at 14:51  Comments (4)  

Kochbücher im Wandel der Zeit

Ich liebe ja alte Kochbücher. Nicht nur die ganz alten, sondern auch die unserer Mütter und Großmütter, auch wenn ich da nicht mehr so oft reinschaue. Aber wenn man sich anschauen möchte, wie sich unserer Geschmack und unsere Ernährung in den letzten Jahren verändert hat, dann sind diese Relikte vergangener Tage hoch interresant.

Frau Serienjunkie suchte heute zum Beispiel nach netten Tofu-Rezepten und so habe ich mal “Das grosse Gemüse Kochbuch” von essen&trinken rausgekramt. Das Buch stammt noch von meiner Mutter und war wohl irgendwie eine Sonderausgabe, die ISBN-Suche hat das Erscheinungsdatum auf 1998 datiert. Ich dachte, da könnte man vielleicht nette Gemüsebeilagen finden.

Erstaunlicherweise nicht. Denn zwar geht das Buch davon aus, dass man immer irgendwie ein Gemüse verwendet und es ist auch nach den verschiedenen Obst- und Gemüsesorten gegliedert aber geschätzte 70% aller Gerichte sind – mit Fleisch in irgendeiner Form oder Fisch. Und die restlichen 30% sind Desserts. Zumindest so in etwa. Der Großteil aller Rezepte kommt nicht ohne aus.

Man stelle ich das heute vor – keine 20 Jahre später  würde niemand mehr auf die Idee kommen, ein Kochbuch, in dem auch nur ansatzweise Fleisch drin vorkommt als Gemüsekochbuch zu betiteln. Damals schon, es galt als ultimativ gesund, wenn drei Stücke Paprika zu identifizieren waren und die besagten drei Stücke waren für ein Drittel der Essenden Grund genug, das Gericht zu verweigern. Mindestens.

Nun bin ich weit davon entfernt, die Sichtweisen von damals zu kritisieren, das steht mir weder zu noch habe ich dazu Lust. Nur lässt es mich sehr in Gedanken zurück ob dessen, wie die die Kochbücher wohl in weiteren 20 Jahren aussehen werden. Und was meine Kinder zu den heutigen sagen werden.

Ich hoffe, ich bekomm das noch mit.

Published in: on 21. Juni 2015 at 16:17  Hinterlasse einen Kommentar  

12 von 12 im Juni 2015

Hier also die Fotos von meinem Juni-Tag. Mehr bei der wunderbaren Caro.

Published in: on 12. Juni 2015 at 19:21  Comments (2)  

Freiwillige Selbstkontrolle eines Kindes

Der Moment, in dem Dir Dein Achtjähriger auf Nachfrage, was er denn da auf Youtube sieht, mit toternstem Gesichtsausdruck erklärt

“Mama, das ist totally appropriate for my age. Wirklich, das hab ich schon durchgetestet. Nichts mit Blut und so. Das kann ich ruhig gucken.”

Und er war hoch empört, als ich es mir dann doch noch mal angeschaut habe. Das Lego-Movie-Spiele-Dingens.

Published in: on 9. Juni 2015 at 18:07  Hinterlasse einen Kommentar  
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