Zitat des Tages

Es ist Sonntag, 8:30 Uhr. Kind Nummer Zwei gerade so

„Ich bin dann mal zur Kirche.“

„????“

„Ein blaues Portal zerstören.“

Da sage noch einer, die Kinder von heute hätten mit Kirche nix am Hut…

Published in: on 29. Mai 2016 at 07:32  Schreibe einen Kommentar  

Wenn man nicht mehr „Nein“ sagen kann

Manche Dinge machen mich ja leicht fassungslos. Zum Beispiel las ich gerade diesen Artikel, in dem es darum geht, ein Gesetz zu beschließen, um eine wesentliche Erleichterung bei der Medikamenten-Forschung mit nichteinwilligungsfähigen Erwachsenen zu erlangen.

Wenn mir mal bitte jemand erklären könnte, was für einen anderen Nutzen „eine unabweisbare Notwendigkeit für Forschung an Nichteinwilligungsfähigen ohne direkten Nutzen für diese Patienten“ anderes sein soll als williges, weil die Tragweite schlicht nicht überblickendes Menschenmaterial für die Pharmaindustrie, die sonst nicht genug Probanden bekommt? Und damit man freie Hand hat, schalten wir die Ethikkommission gleich mal drei Gänge runter.

Ach so, und das Ganze bitte stickum und heimlich, muss ja keiner so richtig mitbekommen, nicht wahr…wie wäre es mit einer Verabschiedung im Juni? Auch wenn man seit 2012 dabei ist, wirklich mitbekommen hat man davon ja nichts.

Damit man mich nicht falsch versteht, ich bin durchaus für die Erforschung neuer Medikamente und ich halte die Pharmaindustrie auch nicht für das personifizierte Böse. Versuche am Menschen sind notwendig und wenn sie an so gut wir irgendmöglich aufgeklärten Menschen stattfinden, die dazu ihr ausdrückliches Einverständnis gegeben haben, dann ist das für mich ok. Ich gehe sogar noch weiter und sage, wenn es einem Menschen persönlich dienlich ist, der es nicht überblicken kann, dann sollte es unter Einbeziehung eines starken Ethikrates ebenfalls unter gewissen Umständen möglich sein. Auch Menschen mit geistigen Erkrankungen bekommen schließlich Krebs und es kann möglich sein, dass ein neues Medikament, das helfen kann in diesem Fall testweise eingesetzt werden kann. Im Einzelfall.

Aber mit dieser kleinen, unbedeutenden Änderung ist dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet. Nochmal: Es sollen Menschen zu Forschungszwecke herangezogen werden, die von dem Medikament gar nicht profitieren, sich aber auch selbst nicht wehren können, weil sie dazu intellektuell und vielleicht auch sprachlich gar nicht in der Lage sind. Geht´s noch?

Und weil wir gerade dabei sind, wird die Kommission, die darüber wachen soll, dass sowas eben gerade nicht passiert nur noch maßgeblich an der Entscheidung beteiligt sein – von bindendem Vetorecht steht da nichts mehr.

Aber von all dem haben wir Laien ja keine Ahnung. Vielleicht mag das sogar so sein, Herr Hubert Hüppe von der CDU. Wissen Sie was? Was halten Sie denn dann davon, wenn Sie sich nicht nur mit Ihrer Fraktion zusammensetzen um sie auf Spur zu bringen, sondern eine öffentlich geführte Diskussion anstreben, damit auch wir Laien über die gesamte Tragweite aufgeklärt werden. Denn zu „nichteinwilligungsfähigen Erwachsenen“ können wir schließlich alle mal werden.

Published in: on 17. Mai 2016 at 21:48  Schreibe einen Kommentar  

12 von 12 im Mai 2016

Der Blick durchs Schlüsselloch! Ein seltsamer Tag war das heute irgendwie.

Mehr bei der lieben Caro

Published in: on 12. Mai 2016 at 21:16  Schreibe einen Kommentar  

Wenn zwei das Gleiche tun…

Heute ist Vatertag und an dieser Stelle einen Glückwunsch an alle Väter! Viele von Euch sind einfach großartig und Ihr macht einen wunderbaren Job!

Ich finde, das mußte auch mal gesagt werden, nach all den Allgemeinplätzen zum Muttertag, an dem immer gesagt wird, dass alle Mütter wunderbare Wesen sind und mit ihrer Aufgabe tadellos zurecht kommen. Das ist zwar so falsch wie heuchlerisch, aber das ist egal, weil es am Montag eh wieder vergessen ist.

Genau deswegen habe ich seit langem mal wieder an einer Aktion mitgemacht namens #Muttertagswunsch und #Vatertagswunsch. Die Hintergründe sind bei Frau Mutterseelesonig nachzulesen.

Mein Wunsch ist, dass endlich nicht mehr mit zweierlei Maß gemessen wird, wenn es  um die Kinder geht.Es ist unfassbar, wie unterschiedlich in diesem Jahrtausend noch auf ein und dieselbe Sache reagiert wird, nur weil es das jeweils andere Geschlecht tut.

Es regt mich beispielsweise seit Kindergartenzeiten auf es total normal ist, dass Mütter die Brut jeden Morgen stoisch in die Kinderverwahranstalt bringen kurz zugenickt bekommen und dann wieder raus sind. Ein Vater, der das tut, vor dem wird vor Bewunderung fast auf die Knie gegangen. Wenn auch nicht jedes Mal, aber früher oder später kommt im Gespräch fast immer „Der Vater von der Helena-Magdalena, der kommt *jeden* Morgen und bringt die Kleine zur Kita. Toll!“ Hingegen habe ich noch nie gehört, dass jemand gesagt hat „Die Mutter von Paul-Oskar ist jeden Nachmittag pünktlich da, um ihn abzuholen. Wahnsinn!“

In die gleiche Kategorie fällt mein Lieblingsbeispiel, als der Autor fast in den Heiligenstatus gehoben wurde, weil ich mir meinen Muttergenesungsurlaub genommen habe, als Kind Nummer Zwei 10 Monate war und eine Woche eine Freundin in fernen Landen besucht habe. Als er hingegen ein paar Wochen später eine Woche weg war, um seinerseits mal rauszukommen, hielt sich die Bewunderung für mich in sehr eng umrissenen Grenzen.

Doch das Ganze ist keine Einbahnstrasse. Denn es schwingt auch immer Mißtrauen gegenüber den Vätern mit. Wenn das Kind krank ist, dann ist total normal, dass die Mutter daheim bleibt. Nun war das aufgrund der Selbstständigkeit bei uns tatsächlich so, dass das hier meist der Fall war. Die zwei, drei Mal, die der Autor daheim war, weil ich einen Termin hatte, kam immer dieser besorgte Blick „Ja, meinst Du denn, dass er das kann, was wenn es dem Kind schlechter geht?“ Dann tut er dasselbe, was ich tun würde – mit dem Kinde zum Arzt gehen.

Wenn ein Vater im Falle einer Trennung die Kinder bei sich haben will, dann hat das auch gerne immer mal den Nimbus von „Es geht ihm ja gar nicht um die Kinder, er will damit nur seine Macht demonstrieren.“ Bei einer Mutter wäre das absolut selbstverständlich.

Vater und Mutter sind für die Entwicklung der Kinder beide immens wichtig und so wünsche ich mir, dass gesellschaftlich anerkannt wird, dass hier im besten Falle zwei Leute an einem Strang ziehen, um die Brut gescheit groß zu bekommen. Beide machen mal einen guten, mal einen nicht so guten Job. Mein Wunsch ist es, dass wir mit dieser zweierlei Bewertung endlich aufhören und beide als eine Einheit begreifen. Dann würde sich mehr ändern, als wir uns vorstellen können.

Published in: on 5. Mai 2016 at 07:31  Schreibe einen Kommentar  

Rückblick April 2016

Ich red schon gar nicht mehr drüber, wie die Zeit vergeht….

Gelesen: „Passagier 23“ von Fitzek. Jedenfalls bin ich dran. Ach ja, und viel offiziellen Krams, wie Steuergesetze und Zulassungsbescheinigungen.

 Gesungen: Viele Ohrwürmer, die sich so tageweise in mein Hirn brennen.
Gesehen: Miss Fishers Murder Mysteries, Outlander, iZombie, Bones….

 

Gehört: Boss Hoss. Sehr viel.

Getrunken: Selbstgemachte Limoade, Wein und zuviel Kaffee.

Gegessen: Spargel, indisch, alles durcheinander gemischt diesen Monat

Gekocht: Die erste Suppe im Hexenkessel, sehr geil
Gebacken: Cinemon Rolls rauf und runter

Gefreut: Über den Vizelandesmeistertitel von Kind Nummer Eins.

Gelacht: Mit den Kindern….

 Geärgert: Über das Finanzamt.
Gekauft: Fliesen und ein bis zwei Badezimmer. Und Klamotten für die Kinder. Ach ja, und Schuhe – viele Schuhe!

 

Gespielt: Candy Crush tauchte plötzlich und unerwartet wieder auf…

Gefeiert: Besagten VizemeisterGesportelt: Mehr oder minder regelmäßig und strukturiert gelaufen
Gefühlt: Dankbarkeit und manchmal auch Unverständnis.

 

Geknipst: Alles, was mir vor die Linse kommt

Wer mehr lesen will, der mag sich beim Schäfchen umschauen.
Published in: on 1. Mai 2016 at 12:20  Schreibe einen Kommentar  

Dialog des Tages

Ich gehe mit einem Glas runter um mir Eis zu holen und sage in das Arbeitszimmer hinein:

„So, sechs Ladungen Wäsche weggeräumt – ich trink jetzt einen Gin!“ Stimme des 9-jährigen vom Computer

„Genau Mama, das hast Du Dir verdient!“

Note to self: An die Erhöhung des Taschengeldes des Kindes nächsten Monat denken.

 

 

Published in: on 22. April 2016 at 20:07  Schreibe einen Kommentar  

Wenn Besonderes zum Alltag wird

Eltern sind ja eine seltsame Spezies. Normalerweise vernunftbegabte Menschen mit einem gesunden Realitätssinn und Weltbild mutieren zu Wesen mit Scheuklappen, wenn es um ihr Kind geht.

Wieviele Kinder nichts, aber auch gar nichts dafür können, vollkommen ungerecht von nichtsnutzigen, völlig inkompenten Pädagogen gemaßregelt zu werden ist unfaßbar. Und noch unfaßbarer ist es, dass die gleichen Pädagogen nicht sehen, wie verzogen, schrecklich und gewalttätig die anderen Kinder doch sind und das eigene Kind hat geschützt zu werden. Und erst die Eltern dieser anderen Brut – die glauben doch tatsächlich, ihre Kinder könnten gar nichts dafür, diese realitätsfernen Gestalten.

Aber vor allem geht es darum, dass das eigene Kind „besonders“ ist. Ich schwöre, der nächste, der mir erklärt, sein Kind könne ja nichts für seine Probleme, weil es ein „besonderes Kind“ sei, den lache ich offen aus. Gleich, nachdem ich einen mittleren Schreikrampf für den Hausgebrauch bekommen habe. Einfach, weil es keine besonders besonderen Kinder gibt. Denn jedes einzelne Kind auf dieser Welt ist „besonders“. Völlig egal, ob es einen IQ von 130 oder einen von 75 hat. Egal ob es behindert oder das fleischgewordenes Musterbeispiel von gesellschaftlich favorisiertem Nachwuchs ist. Ob  ADHS oder die Konzentration selbst. Es ist schnurz. Jedes Kind ist einzigartig und hat als solches gesehen und behandelt zu werden. Rumzurennen und zu behaupten

„Mein Kind ist besonders!“ und zu erwarten, dass alle Welt vor lauter Ehrfurcht ob des Wunders der Evolution erstarrt, würdigt den Rest herab und ist damit unfaßbar respektlos den anderen Kindern und Eltern gegenüber. Es impliziert immer, dass das eigene Kind nach anderen Maßstäben und damit bitte besser behandelt zu werden hat, als andere Kinder, die sich bitteschön dessen bewußt zu sein haben. Ach so, und besondere Kinder sind übrigens nie schuld.

Newsflash: Wir sind hier nicht bei Orwell. Kein Kind verdient mehr Respekt als das andere.  Wahr ist, dass jedes Kind anders ist, es gibt nicht die Allheilmethode, jedes Kind muss als Individuum gesehen werden, mit all seinen Stärken und eben auch Fehlern. Es muß gefördert werden, so wie es seinen ureigensten Bedürfnissen im Guten wie im nicht ganz so Guten entspricht. Das Herauszufinden ist nicht einfach, es kann schmerzhaft aber auch   sehr erhellend sein. Mit Glück hört man dann auf, die Fehler ständig bei den anderen zu suchen. Das wäre doch mal ein Fortschritt.

Auch wenn wir tief in unserem Inneren natürlich trotzdem wissen, dass die wunderbarsten und besten Kinder immer noch die eigenen sind. Logisch.

 

 

Published in: on 15. April 2016 at 08:22  Comments (1)  

Momentaufnahme

Wahres Glück in diesen Tagen, in denen einem alle erklären wollen, wie schlecht es uns geht und wie gefährdet wir alle sind? Wahres Glück ist das, was es immer schon war: Die kleinen Dinge im Leben.

In meinem Fall:

Kind Nummer Zwei, dass mit einem Freund draussen irgendwas spielt, was viel Lachen verursacht. Kind Nummer Eins, dass gerade vom Training kommt und zufrieden oben in ihrem Zimmer ist. Abendessen im Herd, ein Buch in der einen und ein halber GinTonic in der anderen Hand und Sonne, die auf den Sessel scheint.

Ja, ich bin im Grunde ein sehr einfach glücklich zu machender Mensch. Aber vielleicht ist es genau das, was wir alle bräuchten. Dann bräuchte es auch keine Steueroasen mehr.

Published in: on 8. April 2016 at 18:05  Schreibe einen Kommentar  

Rückblick März 2016

Und wieder ein Monat um…

Gelesen: Viele Spielpläne, Karten und andere, sehr unromantische Dinge.

Gesungen: Radiosongs von aktuellen deutschen und polnischen Radiostationen rauf und runter. Ja, ich habe lange im Auto gesessen, diesen Monat.

Gesehen: Viele, viele Kreuze am Wegesrand, Volleyballspiele, die Altstadt von Danzig und die ersten drei StarWars-Filme partiell und unfreiwillig.

Gehört: Vögel am Morgen – viele Vögel am Morgen.

Getrunken: Ich wage es kaum zu sagen – Kümmerling. Und ich weiß jetzt wieder, warum ich sie jahrzehntelang vermieden habe…

Gegessen: Piroggie russki, Hirschsteaks, Saltimbocca, sehr viele Brote….eine Menge unterschiedlicher Dinge waren es.

Gelitten: Als meine Volleyball-Mädchen von einem Idioten rassistisch angemacht wurden.

Gekocht: Viel, aber jetzt nichts, was rausstach.

Gebacken: Eine Oreotorte.

Gefreut: Über den Geburtstag meines Kindes, über ein nettes, schönes und friedliches Osterfest im Kreise der Familie.

Gelacht: Mit den Mädels auf dem Geburtstag von Kind Nummer Eins.

Geärgert: Über grobe Unsportlichkeit und Unfairness

Gekauft: Viel Sportzeug hier und woanders. Erstaunlich, was man alles so braucht.

Gespielt: Dixit – sehr cooles Spiel.

Gefeiert: Ostern, die Geburstage von Kind Nummer Eins und dem Autor.

Gesportelt: sporadisch gelaufen und extensiv passiv mitgevolleyballt.

Gefühlt: Einmal die ganze Palette durch.

Geschrieben: Spielberichte und zuwenig Blogeinträge.

Geknipst: Basketball, Volleyball, Geburtstage – langsam brauch ich wirklich ein anderes Objektiv.

Mehr Rückblicke wie immer beim zauberhaften Schäfchen.

 

Published in: on 1. April 2016 at 19:30  Schreibe einen Kommentar  

Zitat des Tages

Kind Nummer Zwei ist ein paar Tage im Basketball-Ostercamp, wo er mittags auch verpflegt wird.

„Und, wie war heute das Essen?“ Muttern ist neugierig.

„Na, das Schnitzel war lecker, die Kartoffeln auch. Aber, Mama! Mama, die carrots und die peas – die waren sowas von aus der Dose. Das hat man gesehen und geschmeckt! Das macht man doch nicht!“

Possum 1, Autor 0.

Published in: on 30. März 2016 at 18:32  Schreibe einen Kommentar  
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